Hessischer Landtag verzeichnet Rekordzahl an Petitionen – von Einwanderung bis Froschgequake
Leon SchulzPetitions schießen in der Landesregierung hoch - Anzahl der Petitionen verdoppelt - Hessischer Landtag verzeichnet Rekordzahl an Petitionen – von Einwanderung bis Froschgequake
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Eingaben an den Hessischen Landtag stark an und erreichte 2.641 – mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts. Die meisten Anliegen betrafen Aufenthalts- und Einwanderungsfragen, wobei die Genehmigungsquoten deutlich zunahmen. Daneben erreichte die Behörden auch eine ungewöhnliche Beschwerde über laute Frösche, die eine juristische Stellungnahme zum Artenschutz nach sich zog.
Wie der Petitionsausschuss des Hessischen Landtags mitteilte, bearbeitete er 2025 insgesamt 2.641 Eingaben – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 1.046 Fällen im Jahr 2024. Der Ausschussvorsitzende Oliver Ulloth (SPD) führte den Zuwachs auf verstärkte Öffentlichkeitskampagnen zurück. Den größten Anteil machten Anträge zu Aufenthalts- und Einwanderungsthemen aus: 155 wurden vollständig stattgegeben, 61 teilweise. Allein in dieser Kategorie stieg die Zahl der Eingaben im Vergleich zu 2024 um 103,5 Prozent.
Zu den kuriosen Fällen zählte eine Beschwerde über nächtliches Froschgequake aus einem nahegelegenen Teich. Das Hessische Umweltministerium entschied, dass Frösche als geschützte Art grundsätzlich zu dulden seien. Eine Umsiedlung komme nur in Ausnahmefällen infrage und setze eine Sondergenehmigung nach Naturschutzrecht voraus.
Die Zahlen von 2025 zeigen eine wachsende Nutzung des Petitionswesens in Hessen. Besonders dringliche Anliegen zu Aufenthalt und Einwanderung verzeichneten die höchsten Bewilligungsquoten. Die Frösche hingegen dürfen weiter quaken – es sei denn, der Lärm wird wirklich unerträglich.