Hobbygärtner setzen auf Bio-Dünger – doch synthetische Alternativen werden immer teurer
Jonas SchulteHobbygärtner setzen auf Bio-Dünger – doch synthetische Alternativen werden immer teurer
Seit der Pandemie und der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg setzen immer mehr Hobbygärtner auf organische Düngemittel. Dieser Trend kommt zu einer Zeit, in der die Preise für synthetische Alternativen weiter steigen. Branchenexperten sagen für das kommende Jahr aufgrund der globalen Spannungen weitere Preiserhöhungen voraus.
Aktuell kostet ein Liter flüssiger Mineraldünger im Handel etwa 12 Euro. Analysten warnen jedoch, dass die Preise bald auf 13 oder sogar 14 Euro ansteigen könnten. Zwar sind die meisten synthetischen Produkte derzeit noch verfügbar, doch die Hersteller haben die Rohstoffe für die diesjährige Produktion bereits gesichert.
Das größere Problem liegt jedoch in der Logistik. Die steigenden Dieselkosten erschweren den pünktlichen und kostenneutralen Transport der Waren. Gleichzeitig wächst der Bio-Düngemittelmarkt rasant – zwei- bis dreimal schneller als der konventionelle Sektor. Der Marktführer Compo gibt an, dass mittlerweile fast zwei Drittel seines Sortiments an Erden und Pflanzpflegeprodukten auf organischer Basis hergestellt werden.
Für das nächste Jahr werden weitere Preisanstiege bei synthetischen Düngemitteln erwartet. Der anhaltende Konflikt im Iran dürfte die Produktionskosten zusätzlich in die Höhe treiben.
Die Nachfrage nach biologischen Gartenerzeugnissen zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Lieferkettenengpässe und steigende Spritpreise werden die Preise für synthetische Dünger weiter unter Druck setzen. Gärtner müssen sich möglicherweise auf noch höhere Kosten für konventionelle Produkte in den kommenden Saison einstellen.






