"Hütten für Halle" schafft geschützte Jugend-Treffs aus Betonröhren
Moritz Hoffmann"Hütten für Halle" schafft geschützte Jugend-Treffs aus Betonröhren
Eine neue Crowdfunding-Kampagne in Halle will geschützte Freiräume für Jugendliche schaffen
Unter dem Namen "Hütten für Halle" startet ein Projekt, das wiederverwendete Betonröhren als Sitzgelegenheiten in örtlichen Parks installieren will. Die Initiative möchte Jugendlichen einen Treffpunkt bieten und gleichzeitig die Nachbarschaft für alle aufwerten.
Der erste Pilotstandort entsteht in der Nähe des Thüringer Bahnhofs, wo robuste Beton-Abflussrohre zu Sitzröhren – den "Sitzröhren" – umfunktioniert werden. Jede Röhre wird mit Holzsitzbänken und Tischen ausgestattet und bietet so einen gemütlichen Ort zum Verweilen. Zudem ist geplant, die Dachflächen mit Sukkulenten zu begrünen, was nicht nur die Umgebung kühlt, sondern auch heimische Insekten fördert.
Mit dem Crowdfunding-Ziel von 3.000 Euro sollen Transport, Kranarbeiten und der Innenausbau der Sitzröhren finanziert werden. Neben einem Rückzugsort für Jugendliche will das Projekt auch das lokale Klima verbessern, indem es Schatten und Hitzeschutz bietet. Die Organisatoren sind überzeugt, dass die neuen Sitzmöglichkeiten Störungen im Park verringern und gleichzeitig dessen Attraktivität steigern.
Die "Bürgerstiftung Halle", die hinter der Kampagne steht, hofft, dass die Sitzröhren als Vorbild für ähnliche Projekte in der ganzen Stadt dienen. Im Fokus stehen dabei Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und der Nutzen für die Gemeinschaft.
Bei Erfolg wird das Projekt "Hütten für Halle" Jugendlichen einen eigenen Außenbereich bieten und gleichzeitig das gesamte Viertel aufwerten. Die Sitzröhren schaffen Schatten, unterstützen die Tierwelt und machen den Park einladender. Die Spendenaktion läuft noch, bis das Ziel von 3.000 Euro erreicht ist.






