IG Metall attackiert Rentenpläne der Regierung als ungerecht

IG Metall attackiert Rentenpläne der Regierung als ungerecht
Die Gewerkschaft IG Metall hat die Pläne der Bundesregierung scharf kritisiert, zusätzliche Rentenpunkte für Beschäftigte in der gesetzlichen Rentenversicherung einzuschränken. Die Gewerkschaft wirft der Regierung vor, mit den vorgeschlagenen Änderungen eine Ungleichbehandlung zwischen verschiedenen Berufsgruppen zu schaffen.
Hans-Jürgen Urban, bei IG Metall zuständiger Geschäftsführer für Sozialpolitik, übt massive Kritik an den Vorhaben der Bundesregierung, Zusatzbeiträge für gesetzlich Rentenversicherte zu begrenzen. Er fordert "einfache, klare Regeln für alle" und eine gleichberechtigte Behandlung aller Berufsgruppen. Die Gewerkschaft argumentiert, dass der geplante Betriebsrentenstärkungsgesetz-Entwurf diese Möglichkeit nur noch Beschäftigten ab 50 Jahren einräumen würde – ein Schritt, der "in die falsche Richtung" gehe.
Die Bundesregierung hingegen plant, das zweite Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge auszubauen, um die betriebliche Rente zu verbessern. Dazu gehören die Öffnung des Sozialpartnermodells und die Erleichterung automatischer Entgeltumwandlungssysteme. Allerdings lehnt sie es ab, gesetzlich versicherten Arbeitnehmern zu ermöglichen, durch zusätzliche Zahlungen freiwillig weitere Rentenpunkte in der gesetzlichen Rente zu erwerben. Diese Position wurde im Kabinettsbeschluss vom 3. September 2025 festgehalten. Der Gesetzentwurf wurde am 29. September 2025 eingebracht, die erste Lesung im Bundestag fand am 16. Oktober 2025 statt.
Die geplante Einschränkung zusätzlicher Rentenpunkte für gesetzlich Versicherte sorgt für erhebliche Kontroversen. Während IG Metall eine ungerechte Ungleichbehandlung anprangert, betont die Regierung ihre Konzentration auf die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge. Die Debatte dauert an, während das Gesetz durch das Parlament geht.
