Intel baut zwei Megafabriken in Magdeburg – 17 Milliarden Euro für Europas Chip-Zukunft
Lea KrauseIntel baut zwei Megafabriken in Magdeburg – 17 Milliarden Euro für Europas Chip-Zukunft
Intel hat Pläne bekannt gegeben, in Magdeburg zwei hochmoderne Halbleiterfabriken zu errichten – die größte Investition in der Geschichte Sachsen-Anhalts. Die anfänglichen 17 Milliarden Euro fließen ab Anfang nächsten Jahres in den Bau, während die Produktion voraussichtlich 2027 anlaufen soll. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden 80-Milliarden-Euro-Expansion in Europa über das nächste Jahrzehnt.
Die neuen Werke werden Intel-eigene Prozessoren und Grafikchips herstellen, zugleich aber auch als Auftragsfertiger für andere Unternehmen fungieren. Diese Doppelfunktion soll Europas Unabhängigkeit in der Chipproduktion stärken. Neben Magdeburg plant Intel ein Forschungszentrum in Frankreich sowie Produktionsausbau in Irland, Italien, Polen und Spanien.
Die Standorte werden vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben und unterstreichen damit Intels Nachhaltigkeitsziele. Lokale Politiker, darunter Ministerpräsident Reiner Haseloff, feierten die Entscheidung als historischen Erfolg für die Region. Die Wahl Magdeburgs statt des Konkurrenten Dresden festigt den Status der Stadt als wichtiger Technologiestandort.
Rund 3.000 dauerhafte Arbeitsplätze entstehen direkt in den Fabriken, während Zehntausende weitere in Zulieferbetrieben und verwandten Branchen erwartet werden. CEO Pat Gelsinger betonte, dass diese Investitionen Europas digitale Zukunft für die kommenden Jahrzehnte prägen werden.
Der Produktionsstart in Magdeburg ist für 2027 vorgesehen, nachdem die Bauarbeiten Anfang 2023 beginnen. Der 80-Milliarden-Euro-Plan für die EU umfasst Forschung, Modernisierung der Fertigung und den Ausbau grüner Energien. Umfang und Arbeitsplatzschaffung markieren einen Meilenstein für Intel wie für die Region.






