Iran-Krieg treibt Deutsche zu Discountern – Aldi profitiert, Edeka verliert
Jonas SchulteIran-Krieg treibt Deutsche zu Discountern – Aldi profitiert, Edeka verliert
Drei Wochen nach Kriegsbeginn im Iran spüren Deutschlands Lebensmittelhändler bereits die Auswirkungen. Die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher verschieben sich: Discounter wie Aldi verzeichnen einen spürbaren Anstieg der Kundenzahlen, während große Supermarktketten wie Edeka und Rewe weniger Besucher zählen.
In der 12. Kalenderwoche legten sowohl Aldi Süd als auch Aldi Nord deutlich an Marktanteilen zu. Aldi Süd steigerte seinen Anteil an den Kundebesuchen um einen vollen Prozentpunkt, Aldi Nord verzeichnete ein Plus von 0,7 Punkten. Der Branchenanalyst Maarten Vander Beken von Accurat bezeichnete diese Entwicklung für einen so kurzen Zeitraum als "ungewöhnlich und beispiellos".
Gleichzeitig verloren traditionelle Supermärkte an Boden. Edeka büßte im Vergleich zur Vor-Kriegs-Woche 0,6 Prozentpunkte ein, Rewe sogar 0,7 Punkte. Auch Kaufland verzeichnete einen Rückgang von 0,5 Punkten.
Hinter dem Trend stehen wachsende Sorgen der Verbraucher über steigende Energiepreise und erwartete Teuerungswellen. Da der deutsche Lebensmitteleinzelhandel jährlich über 200 Milliarden Euro umsetzt, bedeutet bereits eine Verschiebung von einem Prozentpunkt zwei Milliarden Euro Mehrumsatz für die Gewinner. Die Discounter scheinen die Hauptprofiteure zu sein, da Kunden zunehmend nach Sparmöglichkeiten suchen.
Der Iran-Krieg verändert bereits jetzt, wo die Deutschen einkaufen. Discounter gewinnen rasant an Boden, während große Ketten mit sinkenden Kundenzahlen kämpfen. Die finanziellen Folgen sind enorm – selbst kleine Marktverschiebungen bedeuten Milliardenumsätze.






