16 March 2026, 00:37

Islamistischer Anschlag in München: Zwei Tote und 44 Verletzte bei gezieltem Autoangriff

Ein Plakat für Harpers Februar-Event, das eine Gruppe von Menschen zeigt, die auf Stühlen sitzen und Bücher halten, mit Text, der das Event beschreibt.

Was geschah am 13. Februar? - Islamistischer Anschlag in München: Zwei Tote und 44 Verletzte bei gezieltem Autoangriff

Autorasen in München: Zwei Tote und 44 Verletzte bei islamistischem Anschlag

Am 13. Februar 2025 forderte ein Autoangriff in München zwei Todesopfer und 44 Verletzte. Der Fahrer, der 25-jährige afghanische Staatsbürger Farhad N., wurde nach dem gezielten Rammstoß in eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi vor Ort festgenommen. Die Behörden stuften den Vorfall später als islamistischen Terrorakt ein.

Der Prozess begann im Januar 2026 vor dem Oberlandesgericht München. Mit einem Urteil wird bis zum 25. Juni 2026 gerechnet; die Anklage lautet auf zweifachen Mord und 44-fachen versuchten Mord.

Der Anschlag ereignete sich in der Seidlstraße, wo Farhad N. bewusst in eine Menschenmenge fuhr, die sich zu einer Verdi-Kundgebung versammelt hatte. Augenzeugen berichteten, er habe vor dem Aufprall "Allahu Akbar" gerufen. Zwei Opfer – eine Mutter und ihre zweijährige Tochter – starben noch am Tatort, 44 weitere Personen wurden verletzt.

Die Polizei nahm Farhad N. unmittelbar nach der Tat fest. Ermittler fanden Hinweise auf religiösen Extremismus als Motiv. Zwar äußerte der Beschuldigte später im Verhör Reue, doch die Staatsanwaltschaft geht von einer geplanten Tat aus.

Medienberichte konzentrierten sich auf das Chaos nach dem Anschlag, Schilderungen von Überlebenden und die allgemeine Sicherheitslage. Eine Gedenkveranstaltung am 13. Februar 2026 – organisiert von der Münchner Stadtverwaltung und Verdi – markierte den ersten Jahrestag und brachte die Debatte über öffentliche Sicherheit und Radikalisierung erneut in Gang. Als Reaktion verschärften die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen bei künftigen Veranstaltungen.

Farhad N. bleibt bis zum Prozessende in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft nach den deutschen Antiterrorgesetzen. Der Fall hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt und Diskussionen über Präventionsmaßnahmen gegen Extremismus sowie Schutzkonzepte für Großveranstaltungen ausgelöst.

Der Münchner Anschlag führte zu strengeren Sicherheitsauflagen bei öffentlichen Kundgebungen. Die Behörden überwachen weiterhin mögliche Gefahren durch extremistische Ideologien. Das Urteil, das bis Mitte 2026 erwartet wird, wird über das Strafmaß für Farhad N. entscheiden.

AKTUALISIERUNG

Wie die Sicherheit bei Münchens Angriff im Jahr 2025 versagt hat

Neue Details enthüllen kritische Sicherheitslücken beim Münchner Angriff im Jahr 2025. Der Täter:

  • Glitt durch eine 20 cm breite Lücke zwischen Begleitfahrzeugen bei mäßiger Geschwindigkeit
  • Beschleunigte auf 42 km/h, ohne zu bremsen, in eine Menge von 1.400 Verdi-Demonstranten
  • Zielte auf den Seidlstraße-Ort, wo die 37-jährige Amel (algeriengeborene Mutter) und ihre Tochter Hafsa starben