Jan van Aken enthüllt mutmaßliche Vetternwirtschaft in der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt
Moritz HoffmannJan van Aken enthüllt mutmaßliche Vetternwirtschaft in der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt
Linkspartei-Chef Jan van Aken fordert dringende Untersuchungen zu mutmaßlicher Vetternwirtschaft in der AfD-Fraktion. Er wirft Abgeordneten der Alternative für Deutschland (AfD) vor, Angehörige mit öffentlichen Geldern beschäftigt zu haben – ein schwerwiegender Missbrauch von Steuergeldern.
Van Akens Forderung folgt auf Rechercheergebnisse vom Februar 2026, wonach mindestens sieben Personen mit familiären Bindungen zu AfD-Abgeordneten in Sachsen-Anhalt von anderen Fraktionsmitgliedern angestellt wurden. Darunter befanden sich der Vater des Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, der monatlich 7.725 Euro erhielt, sowie die Eltern des Abgeordneten Matthias Büttner und Verwandte der Parlamentarier Jan Moldenhauer, Claudia Weiss und Tobias Rausch.
Van Aken bezeichnete die Praxis als "die übelste Form der Clan-Korruption". Er hat die Bundestagsverwaltung nun aufgefordert, alle Arbeitsverträge von AfD-Abgeordneten und ihren Mitarbeitern auf familiäre Verbindungen zu prüfen. Sollten Angehörige unrechtmäßig beschäftigt worden sein, fordert er deren sofortige Entlassung sowie die Rückzahlung veruntreuter Mittel.
Darüber hinaus pocht van Aken auf eine lückenlose Überprüfung aller externen Verträge, die von der AfD-Fraktion vergeben wurden. Ziel ist es, aufzudecken, ob Verwandte auf Kosten der Steuerzahler finanziell profitiert haben. Zudem schlägt er ein generelles Verbot von wechselseitigen Beschäftigungsabsprachen in Bundestag und Landesparlamenten vor, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.
Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht die AfD-Landesfraktion in Sachsen-Anhalt, wo laut Berichten mehrere Angehörige von Abgeordneten aus öffentlichen Mitteln bezahlt wurden. Van Akens Forderungen umfassen Vertragsprüfungen, mögliche Entlassungen und strengere Einstellungsregeln, um dem, was er als "systematische Korruption" bezeichnet, entgegenzuwirken.
AfD wirft Abgeordneter wegen Vetternwirtschaftsvorwürfen raus
Die AfD-Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt ausgeschlossen, nachdem er eine Rolle bei der Aufdeckung von Vetternwirtschaftsvorwürfen spielte. Dies ist die erste große interne Disziplinarstrafe nach dem Aufruf von Jan van Aken am 12. Februar zu Untersuchungen. Wichtige Details:
- Schmidt initiierte die Debatte, indem er familiäre Verbindungen in Sachsen-Anhalt-Verträgen enthüllte.
- Die AfD-Führung berief 'interne Konflikte' als Grund für seine Entfernung.
- Dies folgt auf den Rücktritt eines anderen Abgeordneten im Mai 2025 ähnliches.






