Kein Kerosinmangel in Deutschland – doch die Preise steigen weiter
Bundesverkehrsminister dämpft Sorgen vor Kerosinmangel
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Befürchtungen über mögliche Engpässe bei Flugtreibstoff zerstreut. Er betonte, die deutschen Raffinerien verfügten über ausreichende Kapazitäten, um die Nachfrage zu decken. Die eigentliche Herausforderung liege nicht in der Versorgung, sondern in den Preisen.
In einer Stellungnahme machte Schnieder deutlich, dass Deutschland keinen Kerosinmangel drohe. Die inländischen Raffinerien könnten genug Flugtreibstoff produzieren, sodass der Flugbetrieb nicht beeinträchtigt werde. Seine Äußerungen sollten sowohl Reisende als auch die Luftfahrtbranche beruhigen.
Der Minister ging auch auf die steigenden Kosten ein. Er bezeichnete die Lage als „ein Preisproblem, kein Versorgungsproblem“ und wies darauf hin, dass höhere Spritkosten sich dennoch auf die Ticketpreise auswirken könnten. Eine offizielle Reisewarnung lehnte er jedoch ab.
Während die Versorgung in Deutschland stabil bleibe, verwies Schnieder auf regionale Unterschiede. So könnten in Fernost Lieferengpässe zu weniger Flugverbindungen und höheren Preisen führen. Im Gegensatz dazu sei die Produktionskapazität in Deutschland kein Thema.
Statt vor Reisen zu warnen, rief Schnieder die Bürger dazu auf, Urlaubsziele innerhalb Deutschlands zu entdecken. Besonders die Eifel nannte er als eines von vielen „wunderbaren“ Reisezielen. Damit unterstützt er eine Initiative zur Förderung des heimischen Tourismus.
Schnieders Aussagen bestätigen, dass die deutsche Kerosinproduktion den aktuellen Bedarf decken kann. Der Fokus liegt nun auf der Kostenkontrolle – nicht auf der Sicherung der Versorgung. Reisende müssen zwar mit höheren Preisen rechnen, doch Ausfälle bei Inlandsflügen wegen Treibstoffmangels sind unwahrscheinlich.






