Klingbeils China-Reise: Wirtschaftliche Interessen und die Ukraine-Frage im Fokus

Klingbeil: Wettbewerb mit China muss fair sein - Klingbeils China-Reise: Wirtschaftliche Interessen und die Ukraine-Frage im Fokus
Deutschlands Vizekanzler und SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil wird in dieser Woche China besuchen. Es handelt sich um den ersten Besuch eines deutschen Ministers in China seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Die Reise erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland den Zugang zu kritischen Rohstoffen priorisiert und gleichzeitig die Überkapazitäten Chinas in Schlüsselsektoren reduzieren möchte.
Klingbeils Besuch umfasst eine Reihe wirtschaftlicher und politischer Themen. Er strebt Gespräche über faire Wettbewerbsbedingungen und bessere Marktchancen für deutsche Unternehmen in China an. Zudem steht die mögliche Rolle Chinas im Ukraine-Krieg auf der Agenda. Dies folgt auf diplomatische Initiativen von Außenminister Johann Wadephul und Bundeskanzler Friedrich Merz, die im Oktober 2025 versucht hatten, China in die Gespräche über die Ukraine-Krise einzubinden. Wadephul hatte einen geplanten China-Besuch zuvor verschoben, nachdem hochrangige Treffen nicht zustande gekommen waren. Im November führte er ein Telefongespräch mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi, um diese Themen zu erörtern.
Klingbeils Reise unterstreicht die anhaltenden Bemühungen Deutschlands, sich trotz des andauernden Ukraine-Konflikts mit China in zentralen wirtschaftlichen und politischen Fragen auszutauschen. Seine Gespräche über Marktzugang und Chinas Rolle im Krieg dürften Aufschluss über den deutschen Umgang mit diesen komplexen Herausforderungen geben.
