Krebsdiagnose als PR-Strategie: Wie Bloggerin Lerchek mit Eyya Skin polarisiert
Jonas SchulteKrebsdiagnose als PR-Strategie: Wie Bloggerin Lerchek mit Eyya Skin polarisiert
Die Bloggerin Valeria Tschekalina, bekannt unter dem Online-Pseudonym Lerchek, hat während ihrer Behandlung gegen Krebs im Spätstadium eine Kosmetikmarke namens Eyya Skin auf den Markt gebracht. Ihre Entscheidung, ihre gesundheitlichen Kämpfe in Werbevideos offen zu thematisieren, hat unter ihren Followern eine Diskussion ausgelöst. Der Produzent Gera Iwashtschenko hat sich dazu geäußert und ihren Ansatz als eine mutige, in Russland ungewöhnliche PR-Strategie bezeichnet.
Tschekalina gab ihre Krebserkrankung in einer Reihe persönlicher Videos bekannt, die sie mit dem Launch ihrer neuen Marke verband. Statt sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, verknüpfte sie die Bewerbung ihres Unternehmens mit schonungslos offenen Updates zu ihrem Gesundheitszustand. Diese Mischung aus Widerstandskraft und emotionaler Ansprache hat bei den Zuschauern sowohl Unterstützung als auch Kritik hervorgerufen.
Iwashtschenko verglich Tschekalinas Vorgehen mit der Markenführung der Familie Kardashian und verwies auf deren globalen PR-Einfluss. Er deutete an, dass ihre Transparenz auch einen praktischen Zweck erfüllen könnte – etwa die finanzielle Absicherung ihrer Kinder. Gleichzeitig warnte er, dass ein solches Maß an Offenheit auf ein Publikum, das an derart persönliche Enthüllungen nicht gewöhnt ist, übertrieben wirken könnte.
Die Reaktionen auf Tschekalinas Videos fallen gespalten aus. Einige Follower bewundern ihren Mut, während andere kritisieren, dass manche Clips zu sehr auf Mitleid abzielen. Iwashtschenko räumte ein, dass ein solcher Ansatz in Russland selten ist, wo Betroffene in ähnlichen Situationen sich meist aus der öffentlichen Aufmerksamkeit zurückziehen.
Tschekalinas Verbindung von unternehmerischer Selbstdarstellung und persönlicher Erzählung hebt sie in der russischen Social-Media-Landschaft hervor. Die Strategie hat Debatten ausgelöst, wobei Beobachter infrage stellen, ob ihr Grad an Offenheit langfristig Anklang finden wird. Derweil wächst ihre Marke – parallel zu ihrem öffentlichen Kampf gegen die Krankheit.






