KSI-"Witz" über Gewalt gegen Schwangere löst Empörung aus – Frauenhilfe warnt vor Verharmlosung
Moritz HoffmannKSI-"Witz" über Gewalt gegen Schwangere löst Empörung aus – Frauenhilfe warnt vor Verharmlosung
Ein YouTube-Video aus dem Jahr 2017 mit dem YouTuber und Britain’s Got Talent-Juror KSI ist wieder aufgetaucht und hat wegen eines Witzes über Gewalt gegen schwangere Frauen heftige Kritik ausgelöst. Während eines Gesprächs mit seiner Mutter machte der britische Influencer die umstrittene Bemerkung. Die Frauenhilfsorganisation Women’s Aid, eine führende Einrichtung im Kampf gegen häusliche Gewalt, verurteilte die Äußerungen inzwischen als schädlich und verantwortungslos.
Im Video diskutiert KSI mit seiner Mutter über Schwangerschaft, die ihm riet, Verhütungsmittel zu verwenden. Daraufhin „scherzte“ er, dass er, falls eine Frau von ihm schwanger würde, stattdessen „das Baby verprügeln“ würde. Die Bemerkung löste damals Gelächter aus, stößt nun aber auf breite Empörung.
Eine dem 31-jährigen Star nahestehende Quelle gab zu, das Video bereue man – die Wortwahl sei „dumm und falsch“ gewesen. Women’s Aid kritisierte den „Witz“ als Verharmlosung von häuslicher Gewalt und warnte, dass solche Aussagen die Schwere von Gewalt gegen Frauen herunterspielen könnten.
Das wiederaufgetauchte Video setzt KSI unter Druck: Kritiker verweisen auf die Auswirkungen seiner Worte auf das öffentliche Verständnis von Missbrauch. Während die Verurteilung durch Women’s Aid die Ernsthaftigkeit des Themas unterstreicht, deutet die Entschuldigung der Quelle auf ein Eingeständnis des Fehlers hin. Der Vorfall wirft Fragen nach der Verantwortung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für frühere Äußerungen auf.






