Lärm und Randale: Warum das HWG-Stadion in Halle (Saale) immer öfter die Polizei auf den Plan ruft
Moritz HoffmannLärm und Randale: Warum das HWG-Stadion in Halle (Saale) immer öfter die Polizei auf den Plan ruft
Einsätze wegen öffentlicher Ordnung am HWG-Stadion in Halle (Saale) nehmen stark zu
In den vergangenen Jahren haben die polizeilichen Einsätze wegen Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Nähe des HWG-Stadions in Halle (Saale) deutlich zugenommen. Die Spielstätte, Heimat des VfL Halle 96, ist das älteste Fußballstadion der Stadt und liegt an der Geschwister-Scholl-Straße direkt am Zoo. Anspielenden berichten Anwohner immer wieder von Lärmbelästigung, randalierendem Verhalten und blockierten Straßen.
Im Jahr 2024 verzeichneten die Behörden sieben Einsätze – alle im Zusammenhang mit Lärmbeschwerden. 2025 verdoppelte sich die Zahl auf sechzehn, wobei erneut die Hälfte auf Lärm zurückging.
Bis Ende Mai 2026 gab es bereits acht Einsätze, davon vier wegen Lärmstörungen. Die lokale Partei Hauptsache Halle reichte daraufhin eine offizielle Anfrage an die Stadtverwaltung ein, um auf die wachsenden Beeinträchtigungen aufmerksam zu machen. Die Stadt räumte zwar gelegentliche Spannungen ein, verwies aber darauf, dass Sporteinrichtungen in Wohngebieten oft zu „subjektiv empfundenen Störungen“ führten.
Laut Verwaltung hält sich der VfL Halle 96 an die gesetzlichen Vorgaben. Dennoch argumentierte Andreas Wels, Vorsitzender von Hauptsache Halle, dass die steigende Zahl der Einsätze ein ernsthaftes und anhaltendes Problem belege, das nicht ignoriert werden dürfe.
Die Antwort der Stadt bestätigte die Bedenken der Fraktion zur Lage rund um das Zoo-Stadion. Die wachsende Zahl der Einsätze deutet auf anhaltende Konflikte zwischen den Aktivitäten an Spieltagen und den Anwohnern hin. Die Behörden betonen jedoch, dass der Verein die Vorschriften einhalte.






