Lennart Karls Traum von Real Madrid bringt Bayern München in Erklärungsnot

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Eine Person spielt mit einem Fußball.

Eberl zu Karls Real-Traum-Aussetzer: "Er wird es lernen" - Lennart Karls Traum von Real Madrid bringt Bayern München in Erklärungsnot

Bayern Münchens junger Stürmer Lennart Karl steht nach offenen Bewunderungsbekundungen für Real Madrid im Mittelpunkt einer Kontroverse. Der 17-Jährige löste mit seinen Äußerungen eine Welle der Kritik unter Fans aus und sah sich gezwungen, seine Worte zu präzisieren und sich bei der Vereinsführung zu entschuldigen. Trotz des Aufruhrs betont Bayerns Sportdirektor Max Eberl, die Angelegenheit sei nun geklärt und diene dem Teenager als Lernerfahrung.

Der Ärger begann, als Karl – frisch von zwei Toren im Testspiel der Bayern gegen Red Bull Salzburg – in einem Interview Real Madrid als seinen "Traumverein" bezeichnete. Seine Aussagen stießen bei Anhängern des Rekordmeisters auf scharfe Kritik, die seine Verbundenheit mit dem Klub infrage stellten. Mit wachsender öffentlicher Aufmerksamkeit mehrten sich Vorwürfe der Illoyalität.

Karl ruderte später zurück und erklärte, seine Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er entschuldigte sich bei der Bayern-Führung und gab zu, sich nicht klar genug ausgedrückt zu haben. Eberl spielte den Vorfall herunter und nannte ihn einen "Fehler in der Hitze des Gefechts", der bei einem Spieler seines Alters verständlich sei. Der Sportdirektor verwies darauf, dass Karl als Kind einmal an einem Probetraining bei Real Madrid teilgenommen habe – seine Äußerungen seien daher eher kindlicher Schwärmerei als aktueller Karriereplanung geschuldet. Eberl betonte, der Teenager stehe weiterhin voll hinter Bayern und fühle sich im Verein wohl. Intern sei die Sache bereinigt, langfristige Konsequenzen werde es nicht geben.

Der Vorfall ereignet sich nur Monate, nachdem Bayerns Mittelfeldspieler Joshua Kimmich Real Madrid nach einem hitzigen Champions-League-Duell im Oktober 2024 unsportliches Verhalten vorwarf. Die damals eskalierten Spannungen zwischen beiden Klubs machen Karls Aussagen umso brisanter.

Mit Karls Entschuldigung hat sich die Lage beruhigt, und die Bayern scheinen bestrebt, den Vorfall hinter sich zu lassen. Eberls Rückendeckung deutet darauf hin, dass der Klub die Episode als kleine Stolperfalle für einen jungen Spieler wertet, der sich erst an die öffentliche Aufmerksamkeit gewöhnen muss. Nun rückt wieder Karls sportliche Entwicklung in den Fokus – und seine Leistungen auf dem Platz.