07 June 2026, 08:05

Lissabons CSD 2025: 50.000 Menschen protestieren gegen LGBTQI+-Feindlichkeit und Rechtsruck

"Kein Schweigen, keine Angst": Etwa 50.000 Menschen marschieren in Lissabon für LGBTI-Rechte

Lissabons CSD 2025: 50.000 Menschen protestieren gegen LGBTQI+-Feindlichkeit und Rechtsruck

Lissabons 27. CSD zog 2024 und 2025 rund 50.000 Teilnehmer:innen an

Unter dem Motto „Kein Schweigen, keine Angst: Wir existieren und wir wehren uns“ startete der Umzug am Marquês-de-Pombal-Platz um 17 Uhr. Die Veranstalter:innen positionierten die Demonstration als eine kämpferische Antwort auf die wachsenden Angriffe gegen LGBTQI+-Rechte in Portugal.

An der Parade beteiligten sich 17 Vereine und Kollektive, die sich für LGBTI+-Belange, feministische Anliegen und Antirassismus engagieren. Helder Bértolo, einer der Organisator:innen, prognostizierte für 2025 noch größere Teilnehmer:innenzahlen – angesichts zunehmender Feindseligkeit gegenüber der Community. Seine Sorgen spiegelten die Warnungen des CSD-Organisationskomitees wider, das vor einer politischen Wende warnt, die LGBTQI+-Personen und ihre Familien gefährdet.

Ein zentraler Mobilisierungsfaktor war die drohende Abschaffung des Gesetzes 38/2018, das die Selbstbestimmung der Geschlechtsidentität schützt. Paulo Muacho, Abgeordneter der Partei Livre, rief zur Teilnahme auf und verwies auf eine radikalisierte Rechte, die gezielt LGBT-Rechte angreift.

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Die Abgeordnete Joana Mortágua vom Linksblock hielt eine Rede und äußerte ihr Bedauern, dass der Protestzug angesichts des Rückbaus hart erkämpfter Rechte überhaupt notwendig sei. Trotz der Herausforderungen feierten die Teilnehmer:innen den Tag als Zeichen der Solidarität – zwischen der Community, ihren Familien und Verbündeten.

2025 verzeichnete der CSD Rekordbeteiligung und spiegelte die wachsende Besorgnis über politische und rechtliche Rückschläge wider. Mit 50.000 Teilnehmenden und breiter Unterstützung durch Bündnisse unterstrich die Veranstaltung den Willen der Community, sich gegen die Aushöhlung ihrer Rechte zur Wehr zu setzen. Organisator:innen und Politiker:innen gleichermaßen bewerteten den Marsch als notwendigen Widerstand gegen steigende Diskriminierung.

Quelle