17 March 2026, 18:06

Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss – kann der Pilotenstreik beendet werden?

Zwei Männer in Schwarz-Weiß-Foto, einer sitzt im Cockpit in Pilotenuniform, der andere steht neben ihm.

Lufthansa schlägt neues Deal zu Pilot-Pensionen vor - Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss – kann der Pilotenstreik beendet werden?

Lufthansa legt neuen Rentenkompromiss vor, um Pilotenstreik beizulegen

Die Lufthansa hat einen neuen Rentenvorschlag unterbreitet, um den anhaltenden Konflikt mit ihren Piloten zu lösen. Das Konzept zielt darauf ab, den Streik durch eine Umgestaltung der Altersvorsorge zu beenden. Dazu gehört die schrittweise Abschaffung der sogenannten "Überbrückungszahlungen" für den vorzeitigen Ruhestand bei gleichzeitiger Erhöhung der regulären Rentenleistungen um bis zu 50 Prozent.

Bisher erhalten Lufthansa-Piloten, die vor dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand gehen, eine Überbrückungsrente. Wer jedoch bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeitet, verliert diesen Anspruch. Die Airline begründet die geplante Reform mit einer "Ungleichbehandlung" und will die Mittel stattdessen in die Hauptrentenkasse umschichten.

Nach dem neuen Modell würde die Überbrückungsrente schrittweise entfallen. Piloten, die bereits kurz vor dem Erreichen der Anspruchsvoraussetzungen stehen, sollen die Leistung jedoch weiter erhalten. Als Vorbild nennt das Unternehmen die integrierten Rentensysteme von KLM und British Airways, die keine gesonderten Regelungen für vorzeitigen Ruhestand vorsehen.

In den vergangenen fünf Jahren hatte KLM 2022 auf ein hybrides Rentensystem umgestellt und dabei die Arbeitgeberbeiträge nach niederländischem Recht um 20 Prozent gesenkt. British Airways führte 2023 ein "Career Average Revalued Earnings"-Modell (CARE) ein und reduzierte so die Deckungslücken um umgerechnet rund 4,6 Milliarden Euro – durch höhere Mitgliederbeiträge und Anpassungen bei den Kapitalanlagen. Die Lufthansa-Reform von 2024 orientiert sich an diesen Beispielen und kombiniert die Kostentransparenz von KLM mit dem Risikoteilungsansatz von British Airways.

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Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Vorschlag erhalten. Nun wird der Verhandlungausschuss die Konditionen prüfen, bevor eine Stellungnahme erfolgt.

Bei einer Annahme würde das Lufthansa-Rentensystem an die Standards anderer großer europäischer Airlines angeglichen. Durch die Umverteilung der Mittel könnten die Rentenleistungen um bis zu 50 Prozent steigen. Die Entscheidung der Gewerkschaft wird zeigen, ob der Streik endet oder die Gespräche fortgesetzt werden.

Quelle