18 April 2026, 14:11

Martin Günther kämpft für Klimagerechtigkeit und gegen Rechtsruck im EU-Parlament

Satellitenansicht der Europäischen Union in Schwarz-Weiß mit "Friederike David" in der Mitte des Bildes.

Martin Günther kämpft für Klimagerechtigkeit und gegen Rechtsruck im EU-Parlament

Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt und Mitglied der Linken, arbeitet seit über sechs Monaten im Europäischen Parlament. Seine Arbeit konzentriert sich nun auf Klimapolitik, wirtschaftliche Gerechtigkeit und die Bekämpfung des Rechtsrucks in Europa. Die vor ihm liegenden Herausforderungen, gibt er zu, sind enorm.

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Günther übernahm sein Mandat, nachdem Carola Rackete im September 2023 zurückgetreten war. Seitdem ist er vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Sein Fokus liegt darauf, die Emissionen zu senken und gleichzeitig sicherzustellen, dass wirtschaftliche Veränderungen Arbeitnehmern und Gemeinden zugutekommen.

Für ihn sind die größten Umweltverschmutzer klar benannt: Großkonzerne und industrialisierte Nationen. Er betont, dass Klimaschutz untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit verbunden sein müsse. Doch sein Heimatbundesland Brandenburg sieht sich durch die geplanten Reformen der EU-Fördergelder finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Region erhält derzeit rund 350 Millionen Euro pro Jahr – unter den geplanten Umverteilungen könnte sie mindestens die Hälfte davon verlieren.

Über das Klima hinaus sieht Günther eine weitere dringende Schlacht. Er warnt davor, dass sich Rechtsextreme und Konservative zusammentun, um Wahlen zu beeinflussen und ihre Politik durchzusetzen. Die europäische Integration betrachtet er als ein linkes Projekt und fordert eine stärkere Einheit der progressiven Parteien. Dennoch räumt er ein, wie schwierig es ist, in einem zersplitterten Parlament echte Fortschritte zu erzielen.

Günthers Prioritäten sind klar definiert: eine gerechtere Wirtschaft, strengere Klimamaßnahmen und die Eindämmung rechtsextremer Einflüsse. Die drohenden Kürzungen der Fördergelder für sein Bundesland erhöhen den Druck auf eine ohnehin anspruchsvolle Rolle. Ob seine Bemühungen erfolgreich sein werden, bleibt ungewiss – doch seine Agenda ist deutlich.

Quelle