25 March 2026, 00:05

Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation

Silbermedaille mit der Aufschrift "Chambre Syndicale des Banquiers Paris" auf weißem Hintergrund.

Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation

Der deutsche Para-Triathlet Martin Schulz hat bei den Paralympics 2024 in Paris nachträglich die Silbermedaille im PTS5-Sprint der Männer erhalten. Die Aufwertung erfolgte nach der Disqualifikation des brasilianischen Konkurrenten Ronan Nunes Cordeiro, der wegen Dopings mit einem verbotenen Wirkstoff überführt wurde. Der 36-jährige Schulz hatte das Rennen am 2. September 2024 zunächst als Dritter beendet.

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Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) bestätigte die Disqualifikation Cordeiros im März 2026 nach einer ausführlichen Prüfung. Sein positiver Test auf 19-Norandrosteron, ein verbotenes Anabolikum, führte zur Streichung aller seiner Ergebnisse von den Spielen in Paris. Bereits im Oktober 2024 war eine vorläufige Sperre gegen ihn verhängt worden; sein Einspruch wurde später vom IPC-Anti-Doping-Tribunal am 28. Januar 2026 abgewiesen.

Die Welttriathlon-Union (World Triathlon) wird nun über weitere Sanktionen entscheiden, zu denen auch ein Wettkampfverbot gehören könnte. Schulz, der vor 2024 bereits zweifacher Paralympics-Sieger war, rückt durch den Beschluss auf Platz zwei vor. Es ist bereits das zweite Mal in seiner Karriere, dass er aufgrund von Dopingbestrafungen anderer Athleten eine Medaillenaufwertung erhält.

Schulz' Silbermedaille ersetzt damit seine ursprüngliche Bronzemedaille von den Paralympics in Paris. Mit dem IPC-Urteil wird auch Cordeiros Leistung aus den offiziellen Aufzeichnungen gestrichen. In den kommenden Monaten sind weitere Strafen gegen den brasilianischen Sportler zu erwarten.

Quelle