07 April 2026, 10:05

Medienanwalt Schertz droht Caren Miosga und Spiegel mit Klagen wegen einseitiger Berichterstattung

Eine vergilbte, leicht zerknitterte Zeitung mit der Schlagzeile "Semanario Repúblicano Democrático Federal" und dem Wort "Diskussion" darauf geschrieben in schwarzer Tinte.

Medienanwalt Schertz droht Caren Miosga und Spiegel mit Klagen wegen einseitiger Berichterstattung

Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga Vorwürfe der Voreingenommenheit in der Berichterstattung über den Streit zwischen Collien Fernandes und Christian Ulmen vor. Er kritisiert, die Auswahl der Gäste sei einseitig und rechtlich bedenklich. Zudem bereitet Schertz rechtliche Schritte gegen Der Spiegel wegen dessen Berichterstattung über denselben Konflikt vor.

In einer kommenden Ausgabe von Caren Miosga werden Fernandes und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast sein – doch von Ulmens Seite wurde niemand eingeladen. Schertz bemängelt dieses Vorgehen und argumentiert, dass die Ausgrenzung von Ulmens Perspektive die Sendung angreifbar für juristische Klagen mache. Zudem wies er Vorwürfe zurück, die Ulmen mit Deepfake-Videos in Verbindung bringen, und betonte, es gebe keine Belege für dessen Beteiligung.

Die Redaktion von Caren Miosga verteidigte ihre Entscheidung und betonte, das Thema sei gesellschaftspolitisch relevant. Man bestreite, den Rechtsstaat zu untergraben, und stehe für verantwortungsvollen investigativen Journalismus.

Unterdessen widersprach Schertz der Darstellung Der Spiegels zu einem Vorfall auf Mallorca und bezeichnete sie als unvollständig. Gegen das Magazin plant er rechtliche Schritte wegen der Berichterstattung.

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt weiterhin zu den Vorwürfen von Fernandes gegen Ulmen. Der Fall bleibt Gegenstand aktiver Prüfung.

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Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorwürfe der Medienvoreingenommenheit und unvollständiger Berichterstattung. Schertz' juristische Drohungen erhöhen den Druck auf Der Spiegel und das Caren Miosga-Team. Das Ergebnis der Ermittlungen und mögliche Klagen könnten die künftige Berichterstattung über den Fall prägen.

Quelle