Merz fordert strategischen Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa
Leon SchulzMerz fordert strategischen Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa ausgesprochen. Die Aufrüstung der Strecken bezeichnete er als ein "wichtiges strategisches Interesse" für das Land. Die Angelegenheit wird in Kürze erneut im Kabinett beraten, um weitere Schritte zu prüfen.
Der Vorstoß für bessere Bahnverbindungen folgt auf Gespräche zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer. Im Mittelpunkt der Treffen stand die Stärkung des Wirtschaftswachstums in der Region.
Merz' Position deckt sich mit den Forderungen der polnischen und tschechischen Regierungen. Beide Länder haben wiederholt auf die Notwendigkeit einer verbesserten grenzüberschreitenden Schieneninfrastruktur hingewiesen.
Bei einigen Projekten gibt es bereits Fortschritte: Die 54,4 Kilometer lange Strecke zwischen Knappenrode und Horka wurde im Dezember 2018 elektrifiziert. Ein weiterer Abschnitt, die 30,4 Kilometer lange Verbindung von Passow bis zur deutsch-polnischen Grenze, soll bis Ende 2027 im Rahmen der Strecke Berlin–Stettin fertiggestellt werden.
Die Bundesregierung wird nun die geplanten Bahnmodernisierungen in Richtung Polen und Tschechien neu bewerten. Die bereits laufenden Projekte zeigen, dass die Bemühungen zur Modernisierung dieser Verbindungen voranschreiten. Weitere Entscheidungen hängen von den anstehenden Kabinettsberatungen ab.






