Merz lehnt Steuererhöhungen ab – und setzt auf Entlastungen für Bürger und Unternehmen
Lea KrauseMerz lehnt Steuererhöhungen ab – und setzt auf Entlastungen für Bürger und Unternehmen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einer jüngsten Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Steuererhöhungen entschieden abgelehnt. Seine Äußerung fällt in eine Phase, in der die Regierung weitere steuerpolitische Anpassungen prüft. Merz betonte, dass alle Maßnahmen auf Entlastung abzielen müssten – zusätzliche finanzielle Belastungen lehnte er kategorisch ab.
Die Koalition hatte in ihrem Koalitionsvertrag bereits Steuerentlastungen vereinbart, von denen einige in diesem Jahr in Kraft getreten sind. Seit Januar 2026 wurde die Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer angehoben. Zudem sank der Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten auf 7 Prozent, während Unternehmen und Verbraucher jährlich über 10 Milliarden Euro an Unterstützung für Energiekosten erhalten.
Im März 2026 traten weitere steuerliche Erleichterungen in Kraft, darunter ein höherer Grundfreibetrag, ein erhöhtes Kindergeld sowie eine vereinfachte Pendlerpauschale. Geplant ist zudem eine Senkung der Einkommensteuer für Gering- und Mittelverdiener im weiteren Verlauf der Legislaturperiode; Unternehmenssteuern sollen 2028 reduziert werden.
Merz räumte ein, dass zwischen Ostern und der Sommerpause wegweisende Entscheidungen anstehen. Er verwies darauf, dass in der zweiten Hälfte einer Legislatur oft weniger Fortschritt erzielt werde. Dennoch zeigte er sich offen für Vorschläge des Finanzministers zu weiteren Einkommensteuerentlastungen. Anpassungen könnten auch über Sozialabgaben für betroffene Einkommensgruppen erfolgen.
Die Regierung hat in diesem Jahr bereits mehrere Steuerentlastungen umgesetzt. Weitere Änderungen seien denkbar – vorausgesetzt, sie verringerten die finanzielle Belastung und erhöhten sie nicht. Merz' Haltung unterstreicht den Koalitionskurs, die Steuerzahler spürbar zu entlasten.






