Neu-Gablonz: Historisches Gebäude wird nach Flüchtlingsnutzung saniert und neu gedacht

Admin User
2 Min.
Ein Raum mit Stühlen, Fenstern, Türen und Lampen, mit einer Backsteinwand, einer Kerze und einem Holzboden.

Neu-Gablonz: Historisches Gebäude wird nach Flüchtlingsnutzung saniert und neu gedacht

Ein historisches Gebäude in Neu-Gablonz steht vor einer umfassenden Umgestaltung. Die Stadt Kaufbeuren übernimmt nach Jahren der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nun die Sanierung des Bauwerks. Das Projekt leitet ein neues Kapitel für einen Ort ein, der einst für lebhafte Debatten während der industriellen Blütezeit Gablonz’ bekannt war.

Das Haus in der Falkenstraße diente bisher als vorübergehendes Zuhause für geflüchtete Familien. Nun umschließen Gerüste die roten Backsteinmauern, während die Renovierungsarbeiten beginnen. Die Stadt plant, die aktuellen Bewohner in den kommenden Monaten umzusiedeln.

Ursprünglich spielte das Gebäude eine zentrale Rolle in der Industriegeschichte der Region. Es war ein Treffpunkt für Arbeiter und Anwohner, die sich hier während der Hochphase Gablonz’ zu Diskussionen versammelten. Im Laufe der Zeit änderte sich seine Nutzung, doch der Charakter des Bauwerks blieb erhalten. Mit der Übernahme durch Kaufbeuren rückt nun die Wiederherstellung seiner historischen Merkmale in den Fokus. Das freigelegte Ziegelmauerwerk, das bei den ersten Vorbereitungsarbeiten zum Vorschein kam, gibt einen Hinweis auf die ursprüngliche Gestalt des Gebäudes. Noch ist nicht bekannt, welche Nutzung die Stadt nach Abschluss der Sanierung für den Standort vorsieht.

Die Umsiedlung der Familien soll in den nächsten Monaten schrittweise erfolgen. Anschließend werden die Renovierungsarbeiten unter der Leitung der Stadt vorangetrieben. Ziel des Projekts ist es, ein Stück des kulturellen Erbes von Neu-Gablonz zu bewahren und gleichzeitig den Anforderungen der Gegenwart anzupassen.