Neuköllns Stromnetz wird für 78 Millionen Euro zukunftssicher gemacht
Jonas SchulteNeuköllns Stromnetz wird für 78 Millionen Euro zukunftssicher gemacht
Großes Umspannwerk in Berlin-Neukölln wird komplett modernisiert
Stromnetz Berlin hat mit dem Bau einer modernen Ersatzanlage auf demselben Gelände begonnen und investiert dafür 78 Millionen Euro. Die neue Anlage soll zehntausende Haushalte und Unternehmen zuverlässig mit Strom versorgen – während des Baus bleibt das alte System weiter in Betrieb.
Die feierliche Grundsteinlegung fand am 26. März statt und markiert den Start des mehrjährigen Projekts. Das bestehende Umspannwerk, das seit den 1970er-Jahren in Betrieb ist, bleibt bis zur Fertigstellung der neuen Anlage aktiv. Ab Ende 2031 soll die modernisierte Anlage schrittweise die Stromversorgung übernehmen.
Der Standort blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück: Ursprünglich befand sich hier bis in die frühen 1950er-Jahre eine Fabrik für Busse und Straßenbahnen. Über die Jahrzehnte hinweg wurde das Gelände mehrfach umgebaut und erweitert. Nun soll etwa ein Drittel des heutigen Komplexes erhalten und umgenutzt werden. Zudem entstehen neue Grünflächen und ein Regenwassermanagement-System.
Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Phasen: Bis Ende 2027 soll der Rohbau fertiggestellt sein, ab 2028 folgen Fassadenarbeiten und der Innenausbau. 2029 wird die technische Ausstattung installiert, bevor die Anlage Ende 2031 voll betriebbereit ist. Das neue Gebäude erhält eine Ziegelfassade, wobei dunkle Klinker die Treppenhäuser vor der helleren Außenwand betonen.
Sobald die neue Anlage vollständig in Betrieb ist, werden bis Ende 2033 alle Kabelverbindungen vom alten Werk umgelegt. Anschließend wird die veraltete Infrastruktur zurückgebaut.
Die Investition von 78 Millionen Euro soll den steigenden Strombedarf Berlins decken und den Standort zukunftssicher machen. Durch die schrittweise Umsetzung bleibt die Stromversorgung während der gesamten Bauzeit gesichert. Nach der Fertigstellung wird das modernisierte Umspannwerk den Bezirk noch über Jahrzehnte hinweg versorgen.






