07 June 2026, 18:05

NKR will Bauvorschriften revolutionieren – weniger Kosten, mehr Wohnraum

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

NKR will Bauvorschriften revolutionieren – weniger Kosten, mehr Wohnraum

Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat weitreichende Änderungen vorgeschlagen, um Baustandards zu vereinfachen. Mit dem Vorstoß sollen die Baukosten gesenkt und der Druck auf dem angespannten Wohnungsmarkt gelindert werden. Bundesministerien haben bereits zentrale Pläne für einen neuen „Bautyp E“-Vertrag vorgelegt, der das Verfahren beschleunigen soll.

Bundesbauministerin Verena Hubertz und Justizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) stellten kürzlich die Kernideen hinter dem „Bautyp E“-Vertrag vor. Das Bundesjustizministerium plant nun, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf zu veröffentlichen.

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NKR-Präsident Lutz Goebel argumentiert, dass viele der aktuellen technischen Vorschriften nicht zwingend für Sicherheit und Gesundheit erforderlich seien. Seine Behörde schlägt ein gestuftes System für DIN-Normen vor, bei dem eine „Grundausführungsstandard“ als Standardoption gelten soll. Bauherren könnten dann zwischen einer Basis-, Mittelklasse- oder Premium-Ausführung wählen.

Der NKR beabsichtigt zudem, die Bundesregierung fachlich zu beraten, während das neue „Bautyp E“-Gesetz Gestalt annimmt. Ziel ist es, den Bauprozess schneller, kostengünstiger und flexibler zu gestalten – ohne dabei auf wesentliche Schutzstandards zu verzichten.

Falls die Reformen umgesetzt werden, hätten Bauherren mehr Spielraum bei der Auswahl der Baustandards. Die vorgeschlagenen Änderungen könnten die Kosten senken und Wohnungsbauprojekte beschleunigen. Der anstehende Gesetzentwurf des Justizministeriums wird zeigen, wie diese Anpassungen in der Praxis funktionieren sollen.

Quelle