Drei Universitäten bleiben exzellent - Konstanz verliert Förderung - Nur drei deutsche Unis behalten ihren Elite-Status – eine fällt durch
Drei deutsche Hochschulen behalten ihren Elite-Status im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Eberhard Karls Universität Tübingen erhalten ihre Förderung bis 2027 fort. Die Entscheidung folgt auf eine detaillierte Prüfung durch ein Fachgremium und die einstimmige Zustimmung der Wissenschaftsministerien.
Das Programm unterstützt Spitzenforschungseinrichtungen mit jährlichen Fördergeldern in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro – doch eine Universität hat nun ihren Platz im Förderprogramm verloren.
Die endgültige Entscheidung fiel nach Bewertungen durch den Expertenausschuss des Wissenschaftsrats. Geprüft wurden dabei die bisherigen Leistungen, die strategische Entwicklung, die wissenschaftliche Qualität sowie die Fähigkeit der Einrichtungen zur Erneuerung. Die Evaluierung umfasste Eigenberichte der Hochschulen und Vor-Ort-Besuche internationaler Fachleute.
Voraussetzung für die Förderung war der Nachweis von mindestens zwei Exzellenzclustern – bei Universitätsverbünden waren es drei. Die Beschlüsse für den Förderzeitraum 2027 bis 2033 traf die Exzellenzkommission bereits im März 2026 und bestätigte damit insgesamt zehn Standorte. Neben Heidelberg, KIT und Tübingen behielten auch die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die Berliner Universitätsallianz, die TU Dresden, die Universität Hamburg, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und die Technische Universität München (TUM) ihren Status.
Die Universität Konstanz verfehlte jedoch die Mindestanforderung an die Clusterzahl. Nach Prüfung der Unterlagen und Vor-Ort-Kontrollen strich der Ausschuss ihre Förderung. Die Exzellenzstrategie stellt derzeit jährlich 533 Millionen Euro für ausgewählte Cluster und Hochschulen bereit; ab 2026 steigt diese Summe auf 687 Millionen Euro pro Jahr.
Die verbleibenden zehn Universitäten erhalten weiterhin erhebliche Mittel von Bund und Ländern. Ab 2026 werden die Fördergelder erhöht, um Forschung und institutionelle Entwicklung langfristig zu sichern. Die Universität Konstanz scheidet hingegen aus dem Programm aus, da sie die geforderten Standards nicht erfüllte.