Ostermontag in Gefahr: Warum Wirtschaftsführer einen Feiertag streichen wollen

CEO schlägt vor, Ostermontag abzuschaffen - Ostermontag in Gefahr: Warum Wirtschaftsführer einen Feiertag streichen wollen
In Deutschland hat sich die Debatte über Feiertage zugespitzt, nachdem Wirtschaftsführer vorgeschlagen haben, den Ostermontag abzuschaffen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorstandsvorsitzende des Maschinenbauunternehmens Trumpf, argumentierte, dass weniger Feiertage Arbeitsplätze sichern und dringende Investitionen finanzieren könnten. Doch Studien und die öffentliche Meinung deuten darauf hin, dass die Mehrheit der Deutschen den Plan ablehnt – trotz wachsender wirtschaftlicher Belastungen.
Ausgelöst wurde die Diskussion im Mai 2025, als die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) forderte, einen kirchlichen Feiertag zu streichen, um die Wirtschaftskraft zu stärken. Leibinger-Kammüller, die sich als praktizierende Christin bezeichnet, schlug später konkret vor, den Ostermontag abzuschaffen, mit der Begründung, dass immer weniger Menschen an traditionellen Prozessionen teilnähmen. Sie verwies auf die hohe Zahl an Feiertagen und Krankheitstagen in Deutschland und behauptete, eine Reduzierung könnte der angeschlagenen Wirtschaft helfen.
Doch der Vorschlag, den Ostermontag zu streichen, stößt bei Arbeitnehmern und Wirtschaftsforschern auf heftigen Widerstand. Während Leibinger-Kammüller betont, dass der Schritt Arbeitsplätze und öffentliche Haushalte entlasten könnte, deuten Daten und Stimmungsbilder auf geringe Unterstützung hin. Die Debatte dreht sich nun um die Frage, ob wirtschaftliche Notwendigkeiten kulturelle und gesellschaftliche Werte überwiegen werden.
