16 March 2026, 02:05

PETA enthüllt grausame Misshandlungen von Elefanten im Wuppertaler Zoo

Ein Plakat, das einen Zoo in München, Deutschland, bewirbt, mit einem Leoparden und einer Hauskatze und Text, der Informationen über den Zoo enthält.

PETA enthüllt grausame Misshandlungen von Elefanten im Wuppertaler Zoo

Beunruhigende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo haben neue Forderungen nach einem Ende der Misshandlung von Elefanten in Gefangenschaft ausgelöst. Das von der Tierrechtsorganisation PETA veröffentlichte Video zeigt Pfleger, die die Tiere zu Kunststücken zwingen und schmerzhafte Hilfsmittel einsetzen, um sie zu kontrollieren. Die Organisation fordert nun ein Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in deutschen Zoos.

Auf den Aufnahmen sind Elefanten zu sehen, die Besucher auf ihrem Rücken tragen und für Fotos posieren müssen. In einer Szene zieht ein Pfleger kräftig an den Stoßzähnen eines Elefanten, in einer anderen wird ein Bullenhaken eingesetzt – ein Werkzeug, das sowohl körperliche Schmerzen als auch psychischen Stress verursacht. Selbst Tuffi, ein Elefantenbaby, wirkt in den Aufnahmen sichtbar gestresst.

PETA argumentiert seit Langem, dass Zoos die komplexen Bedürfnisse von Elefanten nicht erfüllen können. Die Organisation behauptet, dass die Misshandlungen in Wuppertal kein Einzelfall seien, und verweist auf ähnliche Vorfälle in anderen deutschen Einrichtungen. Trotz Meldungen an die lokalen Behörden sei bisher keine Maßnahme ergriffen worden, so PETA.

Im Gegensatz dazu schreibt die US-amerikanische Vereinigung der Zoos und Aquarien (AZA) ihren Mitgliedern seit 2014 den sogenannten "geschützten Kontakt" vor. Dabei werden Menschen und Elefanten durch Barrieren voneinander getrennt, um das Risiko von Verletzungen auf beiden Seiten zu minimieren. Zwar setzen deutsche Zoos derzeit keinen "direkten Kontakt" ein – bei dem Pfleger und Elefanten denselben Raum teilen –, doch einige Einrichtungen wie der Opel-Zoo erzwingen strenge Fütterungsverbote in den Elefantengehegen, was Elemente des geschützten Kontakts erkennen lässt.

PETA drängt nun darauf, dass der Wuppertaler Zoo und die Stadt die Misshandlungen umgehend beenden. Die Organisation fordert zudem einen vollständigen Übergang zu geschütztem Kontakt sowie ein bundesweites Verbot der Elefantenzucht und -importe.

Die Videobeweise haben den Druck auf den Wuppertaler Zoo und die deutschen Behörden erhöht. PETA besteht darauf, dass ohne dringende Änderungen die Elefanten in Gefangenschaft weiter leiden werden. Zu den Forderungen der Organisation gehören strengere Vorschriften und ein klarer Zeitplan für die Abschaffung von Elefantengehegen in Zoos.

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