Petershausen trotzt dem Trend: Geringere Wassergebühren als der Bundesschnitt
Jonas SchultePetershausen trotzt dem Trend: Geringere Wassergebühren als der Bundesschnitt
Wasser- und Abwassergebühren steigen in Deutschland stark – Petershausen bildet eine Ausnahme
In den vergangenen Jahren sind die Wasser- und Abwassergebühren in Deutschland deutlich gestiegen. Seit 2020 verzeichnen Städte wie München, Berlin und Hamburg durchschnittliche Erhöhungen von 25 bis 35 Prozent. Doch die Gemeinde Petershausen hebt sich ab: Hier beläuft sich der Anstieg bis 2026 auf nur 18 Prozent – und dennoch rechnet man für das kommende Jahr mit einem Haushaltsüberschuss.
Die Petershausener Gemeindewerke (EGP) haben für 2026 schwarze Zahlen sowohl bei der Wasserversorgung als auch bei der Abwasserentsorgung prognostiziert. Dies folgt auf eine Gebührenerhöhung, die zu Jahresbeginn in Kraft trat. Die höheren Entgelte decken zudem die Defizite ab, die sich in den letzten vier Jahren angehäuft haben.
Allein aus der Wasserversorgung werden 2026 voraussichtlich 110.000 Euro erlöst, die Abwasserentsorgung bringt sogar 250.700 Euro ein. Allerdings wurden einige kostspielige, aber notwendige Modernisierungen auf 2027 verschoben – was den Überschuss für 2026 zusätzlich stärkt.
Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Kommunen bleibt der Preisanstieg in Petershausen unter dem Bundesschnitt. Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) zeigen, dass Städte wie München (+28 Prozent), Berlin (+32 Prozent) und Hamburg (+30 Prozent) seit 2020 deutlich stärkere Erhöhungen verzeichnet haben. Gesetzlich müssen Wasser- und Abwasserdienstleistungen langfristig kostendeckend sein, weshalb die Gebühren so angesetzt werden, dass sie die Ausgaben über die Jahre decken.
Der Überschuss 2026 resultiert aus den höheren Gebühren und den verschobenen Investitionen. Zwar fällt die Preiserhöhung in Petershausen im Vergleich zu anderen Städten moderat aus, doch die Mehreinnahmen helfen, frühere Fehlbeträge auszugleichen. Die Gemeindewerke wollen die Mittel nutzen, um künftige Infrastrukturprojekte vorzubereiten.






