PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodellen für Pendlerregionen
Moritz HoffmannPGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodellen für Pendlerregionen
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Das Unternehmen beabsichtigt, in Pendlerregionen rund um Großstädte Wohnhäuser zu errichten und diese zu vermieten. Damit wagt sich erstmals ein großer Investor in den deutschen Markt für Einfamilienhäuser – ein Segment, das bisher von institutionellen Anlegern weitgehend gemieden wurde.
Die Firma setzt auf den Bau von Reihenhäusern in Modulbauweise und hält die Kosten dabei auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten sollen nach Fertigstellung 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter betragen, was monatliche Warmmieten von etwa 1.700 bis 1.800 Euro ergibt. Anders als klassische Projektentwickler will PGIM die Häuser nicht verkaufen, sondern langfristig vermieten.
Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der deutsche Immobilienmarkt an Schwung verliert und Bauträger zunehmend auf Vorverkäufe angewiesen sind, um Finanzierungen zu sichern. Einige Großinvestoren reagieren darauf, indem sie Teilgarantien für Vorverkäufe anbieten – im Gegenzug für reduzierte Kaufpreise. Bisher haben sich institutionelle Anleger jedoch kaum im Bereich der Einfamilienhäuser engagiert, was eine Marktlücke hinterlässt.
PGIM sieht besonders in den Speckgürteln der Metropolen Potenzial, wo die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum weiterhin hoch ist. Durch die Fokussierung auf diese Regionen will das Unternehmen Mietwohnungen in Gebieten anbieten, in denen Wohneigentum für viele Haushalte unerreichbar bleibt.
Sollte das Modell erfolgreich sein, könnte PGIMs Ansatz die Entwicklung und Vermietung von Reihenhäusern in Deutschland nachhaltig verändern. Die Kombination aus Modulbauweise und langfristigen Mietmodellen könnte zudem weitere institutionelle Investoren in diesen Sektor locken. Vorerst konzentriert sich das Unternehmen jedoch auf Pendlerregionen, wo der Wohnraummangel besonders ausgeprägt ist.






