Pillendose statt Protokoll: Wie Sachsen-Anhalts Landtag Redereihenfolgen lost

Admin User
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Eine Runde-Tisch-Besprechung mit Delegierten, die über Mikrofone, Papiere, Kabel und Dateien auf dem Tisch diskutieren, mit einer hölzernen Wand im Hintergrund.

Wer spricht zuerst? Los in Medizinflasche entscheidet - Pillendose statt Protokoll: Wie Sachsen-Anhalts Landtag Redereihenfolgen lost

Wer darf zuerst sprechen? Die Losfee in der Pillendose entscheidet

Wer darf zuerst sprechen? Die Losfee in der Pillendose entscheidet

Wer darf zuerst sprechen? Die Losfee in der Pillendose entscheidet

Im Landtag von Sachsen-Anhalt kommt ein ungewöhnliches Verfahren zur Bestimmung der Redereihenfolge zum Einsatz. Statt nach Anciennität oder Rotation zu verfahren, entscheidet ein Losverfahren mit einer Pillendose über die Abfolge der Debatten. Dieses System soll für Fairness sorgen, wenn mehrere Fraktionen aktuelle Themen zur Diskussion einbringen.

Dabei können die Fraktionen pro Jahr bis zu sechs aktuelle Debatten beantragen. Diese müssen in die Zuständigkeit des Landes fallen und von allgemeinem öffentlichen Interesse sein. Vor jeder Sitzung überwacht ein parlamentarischer Geschäftsführer – der an diesem Tag selbst keine Debatte beantragt hat – die Auslosung.

Die Pillendose bleibt ein markantes Merkmal des parlamentarischen Verfahrens in Sachsen-Anhalt. Sie garantiert eine neutrale Methode, um Debatten über drängende Landesthemen zu organisieren. Die Fraktionen verlassen sich auch weiterhin Jahr für Jahr auf dieses System, um ihre Diskussionen zu terminieren.