Polizei beschlagnahmt 109-Dezibel-Boliden wegen Lärm und Parkchaos in Witten
Lea KrausePolizei beschlagnahmt 109-Dezibel-Boliden wegen Lärm und Parkchaos in Witten
In Witten haben Beamte einen Hochleistungswagen beschlagnahmt, nachdem dieser gegen Lärmgrenzwerte und Parkvorschriften verstoßen hatte. Der Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 20. März, gegen 10 Uhr in der Holbeinstraße. Die Polizisten verglichen den ohrenbetäubenden Motorenlärm des Fahrzeugs mit dem Start eines Düsenjets.
Der Wagen stand in einer Wendezone abgestellt und blockierte so andere Fahrer. Zudem parkte er in einem absoluten Halteverbot, was die Behinderung noch verschärfte. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs maßen die Beamten einen Geräuschpegel von 109 Dezibel – deutlich über dem gesetzlich erlaubten Grenzwert von 82 dB.
Der Besitzer argumentierte, der laute Motor sei bei einem Biturbo-Modell normal. Die Polizei vermutete jedoch, dass die Motorsteuerung des Autos mit leistungssteigernder Software manipuliert worden war. Eine solche Veränderung würde voraussichtlich die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erlöschen lassen.
Die Behörden beschlagnahmten den Wagen bis zum Abschluss der Ermittlungen. Gegen den Halter laufen nun verwaltungsrechtliche Verfahren wegen der illegalen Umbauten und der Parkverstöße. Das Fahrzeug bleibt vorerst in Polizeigewahrsam, während die Untersuchungen andauern. Bei einer Verurteilung drohen dem Besitzer der Entzug der Betriebserlaubnis sowie Geldstrafen. Als Konsequenz aus dem Vorfall sollen die Lärm- und Parkvorschriften in der Region künftig strenger kontrolliert werden.






