12 March 2026, 20:05

"Postkarten für den Iran": Wie 22 Fotograf:innen mit Kunst Solidarität zeigen

Eine Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, einige mit Brille, hält Fotos des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad während einer Demonstration in Tehran hoch.

"Postkarten für den Iran": Wie 22 Fotograf:innen mit Kunst Solidarität zeigen

Eine Gruppe von 22 Fotograf:innen hat die Aktion "Postkarten für den Iran" gestartet – eine Kampagne, die mit dem Verkauf limitierter Postkarteneditionen Gelder für iranische Gemeinschaften sammelt. Initiiert wurde das Projekt vom in Berlin ansässigen Fotografen Lenny Rothenberg, das innerhalb weniger Tage nach dem Start bereits über 100 Sets verkaufen konnte. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in die Unterstützung von Menschen im Iran.

Den Anstoß gab Rothenbergs Wunsch, auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, vor denen Iraner:innen stehen. Er wandte sich an Kolleg:innen wie die Fotografin Chiara Baluch, die ihre Arbeiten für den guten Zweck beisteuerte. Jedes der 44 Postkarten umfassenden Sets kostet 22 Euro und präsentiert Werke aller 22 beteiligten Fotograf:innen.

Rothenberg arbeitet eng mit der iranischen Sektion von Amnesty International zusammen, um sicherzustellen, dass die Mittel zielgerichtet eingesetzt werden. Zwar wurden noch keine konkreten lokalen Organisationen genannt, doch das Ziel der Kampagne ist es, sowohl finanzielle Hilfe zu leisten als auch die öffentliche Aufmerksamkeit für die Lage im Iran zu erhöhen. Baluch, eine der Mitwirkenden, ist überzeugt, dass bereits kleine künstlerische Projekte sinnvollen Wandel bewirken können.

Über die Spendenaktion hinaus soll die Initiative die Solidarität zwischen Künstler:innen und Gemeinschaften stärken. Die Beteiligten hoffen, mit ihren Arbeiten ein breiteres Bewusstsein und mehr Unterstützung für Iraner:innen zu schaffen, die mit anhaltenden Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Bisher wurden bereits über 100 Postkartensets verkauft – ein deutliches Zeichen für die starke frühe Resonanz. Die eingenommenen Gelder fließen in humanitäre Projekte im Iran, wobei Amnesty International beratend zur Seite steht. Die Organisator:innen planen, die Aktion so lange fortzuführen, wie die Nachfrage anhält.

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