Potsdams Alter Markt zwischen Zerstörung, Wiederaufbau und aktuellen Debatten

Potsdams Alter Markt zwischen Zerstörung, Wiederaufbau und aktuellen Debatten
Potsdamer Museum plant große Ausstellung zum Alten Markt
Das Potsdamer Museum plant eine umfassende Schau unter dem Titel „Platz für das Neue? Visionen für den Alten Markt, 1945–2025“. Die Ausstellung soll die Entwicklung des Alten Marktes von den Kriegsruinen bis zu den heutigen Debatten nachzeichnen. Doch finanzielle und logistische Hürden gefährden die vollständige Umsetzung.
Der Alte Markt war schon immer ein Brennpunkt politischer, architektonischer und gesellschaftlicher Veränderungen in Potsdam. Die Ausstellung will seine Metamorphose nachvollziehen – von der Zerstörung 1945 über den Wiederaufbau in der DDR-Zeit bis zu den aktuellen Kontroversen, etwa zu Erinnerungskultur, städtischer Ästhetik und dem Wiederaufbau von Baudenkmälern wie der Garnisonkirche.
Um das Projekt zu verwirklichen, hat der Förderverein des Museums eine Spendenkampagne gestartet. Die Mittel sollen helfen, zentrale Exponate für die Schau zu restaurieren. Ohne zusätzliche Finanzierung müsste die Ausstellung möglicherweise verkleinert werden, was ihren Umfang stark einschränken würde. Gelingt die Umsetzung, könnte die Schau einen wichtigen Beitrag zum städtischen Diskurs leisten. Scheitert sie, würde dies die generellen Schwierigkeiten bei der Bewahrung des kulturellen Erbes unterstreichen.
Die Zukunft der Ausstellung hängt vom Erfolg der Spendenaktion ab. Eine vollumfängliche Realisierung böte einen detaillierten Einblick in Vergangenheit und Gegenwart des Alten Marktes. Eine mögliche Verkleinerung hingegen würde den anhaltenden Kampf um Ressourcen für Kulturprojekte in der Region widerspiegeln.