PSI Software zwischen Rekordaufträgen und finanziellen Risiken durch Cloud-Wandel

Admin User
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Ein Informationsbrett, Gebäude, ein Schuppen, Bäume, Stromkabel und ein bewölkter Himmel.

PSI Software zwischen Rekordaufträgen und finanziellen Risiken durch Cloud-Wandel

PSI Software unter finanzieller Beobachtung

Die finanzielle Lage der PSI Software wird derzeit genau unter die Lupe genommen. Während sich Anleger fragen, ob es sich um eine vorübergehende Durststrecke oder um Anzeichen eines Niedergangs handelt, bleibt die operative Performance des Unternehmens robust. PSI Software gilt als Vorreiter für innovative Lösungen im Energiesektor und verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Auftragseingänge. Doch der strategische Wandel hin zu Cloud-Diensten sowie ein Übernahmeangebot der Beteiligungsgesellschaft Warburg Pincus verursachen erhebliche Kosten.

Die bereinigte EBIT-Marge von PSI Software wird voraussichtlich auf 4 % schrumpfen – bedingt durch hohe Investitionen, einmalige Transaktionskosten und zusätzliche Ausgaben für ein Sparprogramm. Dennoch läuft das operative Geschäft gut: Im ersten Neunmonatszeitraum 2025 stieg der Auftragseingang um 36 % auf 269 Millionen Euro. Zwar wird ein Umsatzwachstum von rund 10 % erwartet, doch für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Unternehmen aufgrund der hohen Kosten für die Umstellung zum Cloud-Anbieter und der Transaktion mit Warburg Pincus mit einem deutlich negativen Ergebnis.

Die Analysefirma GSC Research hat die Aktie von PSI Software aufgrund der explodierenden Kosten für die strategische Neuausrichtung auf "Halten" herabgestuft. Die Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus, die mit PSI Software zusammenarbeitet, hat ein öffentliches Übernahmeangebot für alle PSI-Aktien im Volumen von rund 700 Millionen Euro vorgelegt. Die Umstrukturierung und die damit verbundenen Kosten werden voraussichtlich noch mehrere Monate andauern, doch konkrete Angaben zu Dauer und Höhe der Belastungen wurden bisher nicht veröffentlicht.

Der operative Erfolg von PSI Software ist unbestritten – doch die finanziellen Folgen des strategischen Wandels und des Übernahmeangebots von Warburg Pincus geben Anlass zur Sorge. Anleger müssen abwägen, ob es sich bei der aktuellen Situation nur um eine vorübergehende Schwächephase handelt oder ob tiefgreifendere Probleme vorliegen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie es mit dem Unternehmen weitergeht.