01 May 2026, 04:06

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Sachbeschädigungen und Festnahme

Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang und hält eine 'Solidarität und Feminismus'-Fahne, mit geparkten Fahrzeugen, Gebäuden, einer Schüsselantenne und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Sachbeschädigungen und Festnahme

Über 2.000 Menschen versammelten sich am Donnerstagabend in Berlin-Kreuzberg zur jährlichen Frauendemonstration vor dem 1. Mai. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" bekannte Veranstaltung zog eine größere Menschenmenge als erwartet an – die Polizei schätzte rund 2.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Stimmung war angespannt, als sich der Protestzug durch die Straßen bewegte.

Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Unterwegs wurden Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf Polizistinnen und Polizisten geworfen. Die Atmosphäre blieb während des gesamten Marsches spürbar aufgeladen.

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Die Polizei meldete vier Fälle von Sachbeschädigung, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde zudem festgenommen, weil sie angeblich eine Beamtin beleidigt haben soll. Trotz der Ausschreitungen beendete die Organisatorinnen die Demonstration etwa zehn Minuten früher als geplant.

Mit einem starken Polizeiaufgebot – rund 1.800 Beamte waren am Donnerstag und in der folgenden Walpurgisnacht in ganz Berlin im Einsatz – sicherten die Behörden die Veranstaltung ab. Die Teilnehmenden nutzten die Demonstration, um ihre Forderungen deutlich zu machen: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu kanalisieren und uns gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zu wehren – und gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie fördert. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig gehört."

Die Kundgebung endete zwar vorzeitig, jedoch nicht ohne Zwischenfälle. Sachbeschädigungen an Fahrzeugen und eine Festnahme prägten die Veranstaltung, an der sich Tausende beteiligten. Die Polizei blieb mit einem starken Aufgebot präsent, während sich die Stadt auf weitere Maikundgebungen vorbereitete.

Quelle