08 June 2026, 06:03

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro

Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Konzerns hin zu seinem verteidigungsorientierten Geschäftsmodell. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen; die Übernahme soll im letzten Quartal 2026 vollzogen werden.

Die Sparte, zu der Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Seit dem vierten Quartal 2025 wird sie als „eingestellter Geschäftsbereich“ geführt. Unter der neuen Eigentümerschaft wird AEQUITA alle 6.250 Mitarbeiter übernehmen, die derzeit in den betroffenen Unternehmen beschäftigt sind.

Drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech sind nicht Teil des Verkaufs und bleiben als Gemeinschaftsunternehmen bei Rheinmetall. Der spanische Standort von Pierburg S.A. in Abadiano wird hingegen für eine Übergangsphase als Hybridwerk weitergeführt, bevor er vollständig auf Rüstungsproduktion umgestellt wird. Zudem behält Rheinmetall das Unternehmen Dermalog SensorTec und gliedert es in die Sparte Weapon and Ammunition ein.

Die Veräußerung folgt auf frühere Verkäufe der Groß- und Kleinmotorenaktivitäten von Rheinmetall in den Jahren 2023 und 2024. Konzernchef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Meilenstein“ in der Unternehmensgeschichte und betonte, sie unterstreiche die Fokussierung auf lukrative Verteidigungsaufträge. Die betroffenen Marken werden auch nach der Übernahme unter ihren etablierten Namen weitergeführt.

Der Abschluss der Transaktion ist für Ende 2026 vorgesehen, vorbehaltlich regulatorischer Freigaben und weiterer Abschlussbedingungen. AEQUITA wird die operativen Geschäfte der Sparte übernehmen, dabei jedoch die Belegschaft und Markenidentitäten bewahren. Rheinmetall wiederum wird seine Aktivitäten im Bereich Verteidigung und Militärtechnik weiter ausbauen.

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