ROFU Kinderland gerettet – doch 27 Filialen schließen für immer
ROFU Kinderland gerettet: Investor übernimmt 77 Filialen – doch es gibt massive Schließungen
Die bekannte Spielwarenkette ROFU Kinderland hat nach monatelanger Unsicherheit in letzter Minute eine Rettungslösung gefunden. Eine Investorenvereinbarung mit der in Bayern ansässigen Kids & School Holding GmbH sichert 77 der Filialen das Überleben. Doch der Deal geht mit erheblichen Schließungen einher – darunter die Niederlassung in Halle im HEP-Einkaufspark, die erst nach 30 Monaten Betrieb wieder dichtmacht.
Im Rahmen des Umstrukturierungsplans werden bundesweit 27 Standorte geschlossen, wobei über 660 Mitarbeiter direkt betroffen sind. Auch die ROFU-Kinderland-Filiale in Halle, die vor weniger als drei Jahren eröffnet wurde, gehört dazu. Dort hat bereits ein Räumungsverkauf begonnen, der bis Juli läuft, bevor die Tür endgültig schließt.
Zudem wird das Logistikzentrum des Unternehmens in Ramstein komplett geschlossen. Am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach werden drastische Stellenstreichungen vorgenommen: Die Belegschaft schrumpft von 360 auf nur noch 80 Mitarbeiter. Trotz dieser Verluste bleiben die verbleibenden 77 Filialen unter neuer Führung weiter geöffnet.
Ab August wird ROFU als eigenständiges Unternehmen unter dem neuen Investor weitergeführt. Die Marke wird jedoch nicht mehr im HEP-Einkaufspark in Halle vertreten sein – ein spürbarer Einschnitt für die örtlichen Kunden. Zwar sichert der Deal das Überleben des Großteil der Filialen, doch die Schließungen und Entlassungen werden das Unternehmen nachhaltig verändern. Besonders der Standortsverlust in Halle beendet eine nur kurz währende Präsenz im Einkaufspark. Die verbleibenden Niederlassungen gehen nun mit neuer Führung und einer schlankeren Belegschaft in die Zukunft.






