Sachsen-Anhalt führt 2026 neues Schülergericht in Bitterfeld-Wolfen ein

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Eine belebte Straßenszene mit vielen Menschen, darunter Schulmädchen in Uniformen mit Jacken, einige Schüler, die andere aufhalten, und Radfahrer mit Helmen auf der rechten Seite; ein Mädchen auf der linken Seite hält ein Schild, im Hintergrund sind ein Tor, ein Zaun, Gebäude, Bäume und Himmel zu sehen.

Sachsen-Anhalt führt 2026 neues Schülergericht in Bitterfeld-Wolfen ein

Sachsen-Anhalt erweitert 2026 sein Programm der Schülergerichte – neuer Standort in Bitterfeld-Wolfen

Sachsen-Anhalt baut seine Initiative der Schülergerichte im Jahr 2026 weiter aus und führt ein neues Tribunal in Bitterfeld-Wolfen ein. Das Programm, bei dem speziell geschulte Jugendliche kleinere Verstöße unter Gleichaltrigen behandeln, wächst seit seinem Start 2007 stetig. Die Finanzierung und Vorbereitungen für den neuesten Standort laufen bereits.

Das erste Schülergericht in Sachsen-Anhalt wurde 2007 vom Anti-Gewalt-Zentrum Harz eingerichtet. Seither hat es unter pädagogischer Aufsicht Hunderte von Fällen bearbeitet. Die Initiative ermöglicht es ausgebildeten Schülerinnen und Schülern, bei leichteren Vergehen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zu beraten und Urteile zu fällen.

2025 wurde das Programm weiter ausgebaut, mit neuen Standorten in Halle (Saale), Gardelegen, Sangerhausen, Naumburg (Saale) und Salzwedel. Diese Expansion wurde durch Mittel des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) unterstützt. Der Landesverband für Kriminalprävention und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt koordinierte die Schulungen und die Einführung der Gerichte. Das neue Schülergericht in Bitterfeld-Wolfen wird von der Jugendhilfe Anhalt Bitterfeld organisiert, wobei die Finanzierung derzeit vorbereitet wird. Linda Schuck, Koordinatorin für die Schülergerichte, rechnet bis 2026 mit stabilen Partnerschaften und dem Beginn der Schülerausbildung. Auch Justizministerin Franziska Weidinger unterstützt die weitere Ausweitung des Projekts.

Das neue Gericht in Bitterfeld-Wolfen schließt sich einem Netzwerk von schülergeführten Tribunalen in ganz Sachsen-Anhalt an. Die Schulungen für die Teilnehmenden sollen 2026 beginnen, wobei der Fokus weiterhin auf der pädagogischen Lösung von Bagatelldelikten liegt. Die Initiative bleibt durch Landes- und EU-Mittel gesichert und garantiert so ihre kontinuierliche Weiterentwicklung.