Sachsen-Anhalt führt den 8. Mai als offiziellen Tag der Befreiung ein
Jonas SchulteSachsen-Anhalt führt den 8. Mai als offiziellen Tag der Befreiung ein
Heute ist der Tag der Befreiung, der an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die bedingungslose Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands im Jahr 1945 erinnert. Zum ersten Mal begeht Sachsen-Anhalt den 8. Mai offiziell als Gedenktag – auf Initiative der Linken.
Eva von Angern, Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, betonte, dass dieser Tag mehr sein müsse als eine leere Geste: Er brauche echte Bedeutung. Sie unterstrich die Pflicht, das Gedenken an die Verbrechen des faschistischen Deutschlands wachzuhalten – und an jene, die für seine Überwindung kämpften.
Von Angern würdigte die Soldaten der Anti-Hitler-Koalition, Widerstandskämpfer:innen und Partisan:innen für ihren Beitrag zur Befreiung. Gleichzeitig warnte sie vor Vergessen und forderte einen entschlossenen Einsatz für die Verteidigung der Demokratie.
Angesichts der immer weniger werdenden Zeitzeug:innen forderte sie eine gesicherte Finanzierung und Modernisierung der Gedenkstätten. Zudem schlug sie verpflichtende Besuche für Schüler:innen in Sachsen-Anhalt vor, um künftigen Generationen die Geschichte nahezubringen.
Die Politikerin verband die Forderungen „Nie wieder Krieg!“ und „Nie wieder Faschismus!“ und erklärte sie für untrennbar. Sie mahnte, gegen Rechtsextremismus vorzugehen und die Gleichwertigkeit aller Menschen in der Gesellschaft zu sichern.
Der Tag der Befreiung ist nun offiziell in Sachsen-Anhalt anerkannt. Von Angerns Appelle für Bildung, Erinnerungskultur und den Kampf gegen Extremismus sollen dem Datum nachhaltige Bedeutung verleihen. Die Initiative steht für das anhaltende Bemühen, sich der Geschichte zu stellen und demokratische Werte zu verteidigen.






