Sachsen-Anhalt kämpft mit Fachkräftemangel bei Bezirksschornsteinfegern
Leon SchulzSachsen-Anhalt kämpft mit Fachkräftemangel bei Bezirksschornsteinfegern
In Sachsen-Anhalt sorgen 215 zugelassene Bezirksschornsteinfeger für die Sicherheit von Heizungsanlagen und Öfen – durch regelmäßige Kontrollen, behördliche Dokumentation und sogar die Abnahme neu installierter Heizsysteme. Doch der Freistaat steht vor Herausforderungen: Durch den Fachkräftemangel werden freie Stellen zunehmend schwerer besetzt.
Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt berufen die Schornsteinfeger für feste siebenjährige Amtszeiten. Nur in Ausnahmefällen können ihre Verträge bis zum 70. Lebensjahr verlängert werden. Bevor ein Bezirksschornsteinfeger sein Amt antritt, muss er strenge Qualifikationsanforderungen erfüllen.
Fällt eine Stelle weg, springen zunächst benachbarte Kollegen ein, um die Versorgungslücke vorübergehend zu schließen. Findet sich auch nach wiederholten Ausschreibungen kein geeigneter Nachfolger, droht die dauerhafte Auflösung des Bezirks – die betreuten Objekte werden dann auf umliegende Bezirke verteilt.
Um die Arbeitslast zu bewältigen, können Schornsteinfegergesellen oder -meister auf Anfrage bei den Kontrollen unterstützen. Zu ihren Aufgaben gehören die Sicherheitsprüfung der Anlagen, die Eintragung der Befunde in amtliche Register sowie die fachgerechte Abnahme neu eingebauter Heizsysteme.
Das System stützt sich auf ein Netzwerk von 215 Fachleuten – darunter sieben Frauen –, die flächendeckend für Sicherheit sorgen. Angesichts des Fachkräftemangels und damit verbundener Verzögerungen helfen Übergangslösungen und mögliche Bezirkszusammenlegungen, die Kontrollen aufrechtzuerhalten. Die Aufsicht über die Bestellungen und die Einhaltung der Standards bleibt beim Landesverwaltungsamt.






