16 March 2026, 04:04

Sachsen-Anhalt sagt Public Viewing zur WM 2026 ab – warum die Städte passen

Eine große Menschenmenge sitzt im Münchner Allianz-Stadion und schaut ein Fußballspiel. Rechts im Bild befindet sich eine Bühne mit ein paar Leuten darauf. Im Hintergrund sind Fahnen, Stangen und ein Bildschirm zu sehen. Der Himmel ist oben im Bild zu erkennen, und das Stadion scheint das Allianz-Stadion in München zu sein.

Keine Fanmeilen geplant für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Sachsen-Anhalt - Sachsen-Anhalt sagt Public Viewing zur WM 2026 ab – warum die Städte passen

Sachsen-Anhalts größte Städte verzichten auf öffentliche Großveranstaltungen zur WM 2026

Die größten Städte Sachsen-Anhalts werden zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen ausrichten. Das Turnier, das vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfindet, wird in Deutschland aufgrund der Zeitverschiebung zu den USA, Kanada und Mexiko oft zu später Stunde übertragen. Die lokalen Behörden verzeichnen bisher kaum Interesse – formelle Anträge für großflächige Übertragungen auf Leinwänden liegen nicht vor.

In Städten wie Magdeburg, Halle (Saale), Dessau-Roßlau und Weißenfels gibt es nach offiziellen Angaben keine Pläne für Fanmeilen oder öffentliche Übertragungen. In Magdeburg könnten zwar einige Restaurants und Kneipen Spiele in Biergärten oder auf Außenterassen zeigen, doch dafür sind keine Sondergenehmigungen nötig, und es gibt keine zentrale Erfassung. In Halle hat lediglich ein Gastronom nach vereinfachten Möglichkeiten für Außenübertragungen gefragt.

Vereinzelt haben private Veranstalter Anfragen gestellt, doch bisher folgte kein offizieller Antrag. Die Lutherstadt Wittenberg teilte mit, dass zwar aktuell keine großen Public-Viewing-Aktionen geplant seien, Bars und Hotels die Spiele jedoch in der Regel übertragen würden – eine spätere städtische Organisation bleibe damit nicht ausgeschlossen. Nach geltenden Regeln sind Übertragungen im Freien nach 22 Uhr wegen der Nachtruhe verboten.

Die Bundesregierung arbeitet zwar an einer vorübergehenden Lärmschutzverordnung, um Ausnahmen für Public Viewing zu ermöglichen. Doch bisher planen die zehn einwohnerstärksten Kommunen des Landes keine größeren Übertragungen. Selbst in Bayern haben Städte wie München und Nürnberg auf offizielle Public-Viewing-Veranstaltungen verzichtet – als Gründe werden nachlassendes Interesse und die späten Anstoßzeiten genannt.

Fehlende Großveranstaltungen bedeuten, dass Fans vor allem auf private Locations oder kleinere Außenübertragungen ausweichen müssen. Die Kommunen behalten sich vor, die Regelungen anzupassen, sollte die Nachfrage steigen. Vorerst wird die WM 2026 in Sachsen-Anhalt überwiegend in Kneipen, Restaurants und privaten Runden verfolgt werden.

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