Sachsen-Anhalt startet Masterplan gegen Jugendarbeitslosigkeit bis 2030
Lea KrauseSachsen-Anhalt startet Masterplan gegen Jugendarbeitslosigkeit bis 2030
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt und die Bundesagentur für Arbeit haben eine neue Initiative zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gestartet. Unter dem Namen „Masterplan für die Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalts“ soll bis 2030 die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen gesenkt und der Fachkräftemangel behoben werden. Das Vorhaben zielt auf die wachsende Erwerbslosigkeit ab – derzeit sind 8,8 Prozent der 15- bis 25-Jährigen in der Region ohne Arbeit.
In Sachsen-Anhalt hat sich die Arbeitslosigkeit bei unter 25-Jährigen im letzten Jahrzehnt um über 12 Prozent erhöht. Im Mai 2026 verfügte nahezu ein Fünftel der jungen Menschen in dieser Altersgruppe über keinen anerkannten Berufsabschluss. Diese Zahlen haben Behörden und Arbeitsagenturen zum Handeln gezwungen.
Der Masterplan sieht vier zentrale Handlungsfelder vor: die Verbesserung des Schulerfolgs und der Übergänge in die Ausbildung, die Förderung benachteiligter Jugendlicher, den Ausbau von Weiterbildungs- und Umschulungsprogrammen sowie eine gemeinsame Aktivierungs- und Vermittlungskampagne. Geplant sind unter anderem praxisnähere Schulungen, eine modernisierte Berufsberatung und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Betrieben und Jugendhilfe.
Bildungsminister Jan Riedel betonte, wie wichtig es sei, jeden jungen Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten. Ziel sei es, frühzeitig zu intervenieren und erfolgreiche Bildungswege zu ermöglichen. Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne bezeichnete die Jugendarbeitslosigkeit als vordringliche Aufgabe und unterstrich, dass es darum gehe, echte Perspektiven für ausbildungsfähige Jugendliche zu schaffen. Markus Behrens von der Bundesagentur für Arbeit verwies auf die Herausforderung, Fachkräfte zu gewinnen, und beschrieb den Plan als gemeinsames strategisches Rahmenwerk, um die Chancen für junge Menschen bis 35 Jahre zu verbessern.
Bis 2030 setzt sich der Masterplan klare Ziele: Die Jugendarbeitslosigkeit soll auf unter 4 Prozent sinken, und die Zahl der unter 35-Jährigen mit Berufsabschluss soll steigen. Besonders im Fokus stehen junge Menschen mit Migrationshintergrund oder sozialen Benachteiligungen, deren Potenzial auf dem Arbeitsmarkt besser erschlossen werden soll.






