Sachsen-Anhalt verlängert Einstellungsstopp bis 2026 – doch wer bleibt verschont?

Sachsen-Anhalt rettet 376 Jobs durch Einstellungsstopp - Sachsen-Anhalt verlängert Einstellungsstopp bis 2026 – doch wer bleibt verschont?
Sachsen-Anhalt hat seine Einstellungsperre bis 2026 verlängert – Teil der anhaltenden Bemühungen, die Personalkosten zu senken. Die Maßnahme, die erstmals 2024 eingeführt wurde, hat die Zahl der Vollzeitstellen im Landesdienst bereits um Hundertschaft reduziert. Trotz der Beschränkungen bleiben Schlüsselpositionen wie Polizisten, Lehrkräfte und Auszubildende von der Regelung ausgenommen.
Die Einstellungsperre begann 2024 und sparte im ersten Jahr das Äquivalent von 376 Vollzeitstellen ein. Bis Ende 2025 sank die Gesamtzahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) von 41.897 auf 41.521. Behördenvertreter berichteten, die Maßnahme habe die Haushaltsbelastung verringert, ohne die öffentlichen Dienstleistungen spürbar zu beeinträchtigen.
Justizministerin Franziska Weidinger räumte zwar die Einschränkungen ein, betonte jedoch die Vorteile von Quereinstiegen, um Lücken zu schließen. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 übernahmen Neueinstellungen Aufgaben im Umfang von 2.157 VZÄ – viele davon unter den geltenden Ausnahmen. Sachsen-Anhalt verfügt nach wie vor über die zweitgrößte Pro-Kopf-Beschäftigung im öffentlichen Sektor unter den deutschen Flächenländern, übertroffen nur von Thüringen.
Genauere Zahlen zu den Ausnahmen für 2026 stehen noch aus; die offiziellen Nachrichten wurden bisher nicht veröffentlicht. In den Vorjahren gab es jeweils mehrere Dutzend befristete Sonderregelungen, doch präzise Angaben erfordern aktualisierte Berichte der Landesbehörden oder Statistikämter.
Ziel der verlängerten Einstellungsperre ist es, die Ausgaben weiter zu reduzieren, ohne die grundlegenden Dienstleistungen zu gefährden. Die Ausnahmen für kritische Bereiche sollen sicherstellen, dass Polizei, Bildung und Ausbildung weiterhin ausreichend Personal haben. Der Erfolg der Maßnahme wird davon abhängen, in den kommenden Jahren die Kosteneinsparungen mit den betrieblichen Erfordernissen in Einklang zu bringen.
