Sachsen-Anhalt zertifiziert 67 Grundschulen als "Internet-ABC-Schulen" für digitale Bildung
Jonas SchulteSachsen-Anhalt zertifiziert 67 Grundschulen als "Internet-ABC-Schulen" für digitale Bildung
Schulen in Sachsen-Anhalt unternehmen Schritte, um die digitale Kompetenz bei jüngeren Schülerinnen und Schülern zu stärken. Im Rahmen einer aktuellen Initiative wurden 67 Grund- und Förderschulen als „Internet-ABC-Schulen“ zertifiziert. Das Programm zielt darauf ab, Kindern essenzielle Fähigkeiten und ein Bewusstsein für den Umgang mit dem Internet zu vermitteln.
Für die Zertifizierung müssen die Schulen strenge Qualitätskriterien erfüllen. Dazu gehört die verbindliche Einbindung der Lernplattform „Internet-ABC“ im Unterricht ab der dritten Klasse. Zudem sind Fortbildungen für Lehrkräfte sowie die aktive Einbindung der Eltern verpflichtend.
Auf der fünften Netzwerkkonferenz in Halle (Saale) erhielten nun 11 weitere Grundschulen ihre Zertifizierung. Über 70 Pädagoginnen und Pädagogen nahmen an Workshops teil, die sich mit Medienbildung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz beschäftigten.
Bildungsminister Jan Riedel betonte die Bedeutung früher Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. Er forderte Schulen auf, Kinder über Datenschutz, Desinformation und sicheres Verhalten im Netz aufzuklären. Thomas Schödel, Direktor des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA), unterstrich dies und erklärte, dass Schulen eine zentrale Rolle dabei hätten, Kinder bei der Nutzung digitaler Medien zu begleiten.
Die Initiative soll Kinder sowohl auf die Chancen als auch auf die Risiken der digitalen Welt vorbereiten. Die zertifizierten Schulen verfügen nun über ein strukturiertes Konzept zur Vermittlung digitaler Kompetenzen. Das Programm wird weiter ausgebaut – in Zukunft sollen weitere Einrichtungen folgen.






