Sachsen-Anhalts Energieminister fordert raschen Fossilausstieg und mehr Erneuerbare
Leon SchulzSachsen-Anhalts Energieminister fordert raschen Fossilausstieg und mehr Erneuerbare
Am Tag der Arbeit sprach sich Sachsens-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann nachdrücklich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land aus. Gleichzeitig forderte er dringende Kurskorrekturen in der deutschen Energiepolitik und einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen – angesichts steigender Kosten und globaler Spannungen.
Willingmann begann mit einer Würdigung der Belegschaften im Land und betonte deren zentrale Rolle für die wirtschaftliche Wertschöpfung. Aktuelle Debatten über Homeoffice, Teilzeitmodelle oder Work-Life-Balance bezeichnete er dabei als Ablenkung von den eigentlichen Herausforderungen.
Im Anschluss lenkte der Minister den Fokus auf die Energiepolitik und warnte, dass explodierende Öl- und Gaspreise Haushalte, Unternehmen und Arbeitsplätze gleichermaßen belasteten. Er rief Bundeswirtschaftsministerin Katerina Reiche dazu auf, die deutsche Strategie anzupassen – besonders vor dem Hintergrund der Iran-Krise. Eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung sei entscheidend für Wachstum und Beschäftigungssicherheit, so Willingmann.
Um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern, plädierte er für einen raschen Ausbau der Erneuerbaren und die Modernisierung der Stromnetze. Sachsen-Anhalt nehme hier bereits eine Vorreiterrolle ein, verwies der Minister auf über 20.000 Arbeitsplätze, die allein im Bereich der grünen Energien entstanden seien. Die Fortschritte des Landes hätten zudem neue Unternehmen angelockt.
Mit Blick auf die Zukunft betonte Willingmann, dass die Politik Innovation und langfristige Planung priorisieren müsse. Ohne diese Ausdauer, warnte er, bleibe wirtschaftlicher Erfolg unsicher.
Seine Äußerungen unterstrichen den Zusammenhang zwischen Energiepreisen, Arbeitsplatzsicherheit und wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit. Willingmanns Forderung nach mehr Erneuerbaren und Netzinvestitionen fällt in eine Phase, in der sich Sachsen-Anhalt als führend in der nachhaltigen Energieerzeugung positioniert. Der Appell an den Bund spiegelt dabei die wachsenden Sorgen um Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit wider.






