Sachsen-Anhalts Justiz scheitert an der Digitalisierung der E-Akte bis 2026

Grüne sehen Justiz durch IT-Probleme gebremst - Sachsen-Anhalts Justiz scheitert an der Digitalisierung der E-Akte bis 2026
Sachsen-Anhalts Justiz kämpft mit der Digitalisierung
Die Justiz in Sachsen-Anhalt kommt bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsziele nicht voran. Die Einführung der elektronischen Aktenführung, die Gerichte und Staatsanwaltschaften modernisieren soll, verzögert sich immer wieder. Mittlerweile räumen Beamte ein, dass das Land den bundesweiten Stichtag für die vollständige Umsetzung im Jahr 2026 verpassen wird.
Das System der elektronischen Gerichtsakte (E-Akte) sollte die Arbeit der Justiz vereinfachen, indem es mehreren Nutzern gleichzeitig den Zugriff auf und die Bearbeitung von Dokumenten ermöglicht. Doch Fortschritte stocken aufgrund strategischer Fehlplanungen, Personalmangels und steigender Kosten. Selbst das Verwaltungsgericht Halle, eine der ersten Behörden, die das System einführen wollten, wird es erst am 5. Dezember 2025 in Betrieb nehmen – mit deutlicher Verspätung.
Für absehbare Zeit bleiben Sachsen-Anhalts Gerichte und Staatsanwaltschaften daher auf veraltete Systeme angewiesen. Die verpasste Frist von 2026 bedeutet weitere Verzögerungen bei der effizienten Fallbearbeitung. Ohne rasches Gegensteuern droht die Justiz des Landes im digitalen Wandel noch weiter zurückzufallen.