Sachsens Justiz kämpft mit Personalmangel und Pensionierungswelle an Gerichten

Ersetzung von Richternämtern dauert fast zehn Monate - Sachsens Justiz kämpft mit Personalmangel und Pensionierungswelle an Gerichten
Sachsens Gerichte stehen vor einer immer größeren Personalnot – verschärft durch eine bevorstehende Welle von Pensionierungen. Allein in diesem Jahr werden voraussichtlich 95 Richterinnen, Richter und Staatsanwältinnen sowie Staatsanwälte aus dem Dienst ausscheiden. Gleichzeitig bleiben 14 Stellen an Land- und Amtsgerichten unbesetzt, wobei sich die Besetzung dieser Posten seit Monaten verzögert.
Die stockenden Neubesetzungen führen zu personellen Engpässen in zentralen Gerichten. Besonders betroffen ist das Landgericht Leipzig mit drei unbesetzten Stellen. Auch das Landgericht Dresden sowie die Amtsgerichte in Dresden und Weißwasser verzeichnen jeweils zwei vakante Positionen. An mehreren weiteren Amtsgerichten fehlt mindestens eine Kraft.
Die Kombination aus Pensionierungswelle und zögerlicher Nachbesetzung setzt das sächsische Justizsystem unter Druck. Mit bereits 14 offenen Stellen und Dutzenden weiteren, die in Kürze frei werden, kämpfen die Gerichte mit der Aufrechterhaltung einer vollständigen Personaldecke. Da sich die Besetzung der Posten hinzieht, könnten einige Vakanzen noch weit ins nächste Jahr hinein unbesetzt bleiben.