Salzgitter streitet um Zukunft eines historischen Bergbaudenkmals aus Stahl
Moritz HoffmannSalzgitter streitet um Zukunft eines historischen Bergbaudenkmals aus Stahl
In Salzgitter ist eine Debatte über die Zukunft eines historischen Bergbaudenkmals entbrannt. Die Grünen wollen die fünf Meter hohe Stahlskulptur an einen besser sichtbaren Standort verlegen, während die Linke darauf besteht, dass sie an ihrem jetzigen Platz bleibt. Beide Seiten haben nun formelle Anträge vorgelegt, über die der Stadtrat in einer kommenden Sitzung abstimmen wird.
Das Denkmal, ein Stahlturm mit einem Bergmannsrelief des Bildhauers Kurt Schwerdtfeger aus dem Jahr 1963, stand ursprünglich in der Nähe des Salzgittersees. 2008 wurde es an seinen heutigen Standort neben der ehemaligen Schachtanlage verlegt, in der sich heute das Südliche Betriebshofdepot und das Stadtarchiv befinden. Die Grünen argumentieren, dass die Skulptur dort kaum Beachtung finde, und fordern eine Verlegung auf den Marktplatz in Salzgitter-Bad, wo bereits weitere Ehrungen für den Bergbau zu sehen sind.
Zudem schlagen sie vor, am alten Standort eine neue Gedenktafel anzubringen, falls die Stele entfernt wird. Die Linke lehnt eine Verlegung jedoch kategorisch ab. Stattdessen plädiert sie dafür, die Lesbarkeit der bestehenden Inschrift zu verbessern und eine zweite Tafel auf dem Marktplatz aufzustellen – ohne das Original zu verrücken. Beide Anträge werden nach Ostern im Ausschuss beraten, bevor der Rat eine endgültige Entscheidung trifft.
Der Stadtrat wird über das Schicksal des Denkmals entscheiden, sobald die Vorschläge geprüft wurden. Bei einer Zustimmung könnte die Stele umgesetzt werden, oder sie bleibt mit zusätzlicher Beschilderung an ihrem Platz. Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie Salzgitter sein bergbauliches Erbe in den kommenden Jahren würdigt.






