Schleswig-Holstein führt landesweite Zuckersteuer ein

Schleswig-Holstein führt landesweite Zuckersteuer ein
Schleswig-Holstein will flächendeckende Zuckersteuer einführen
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will im ersten Quartal des neuen Jahres eine Initiative zur Einführung einer bundesweiten Zuckersteuer starten.
Schleswig-Holstein setzt sich für eine bundesweite Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke ein. Die Landesregierung plant, den Vorschlag zu Beginn des kommenden Jahres im Bundesrat einzubringen. Begründet wird dies mit den schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen und den finanziellen Belastungen für die Gesellschaft durch übermäßigen Zuckerkonsum.
Die Forderung nach einer bundesweiten Zuckerabgabe gewann an Fahrt, nachdem der Schleswig-Holsteinische Landtag am 17. Oktober für die Initiative stimmte. Ein Antrag der SPD vom 7. Oktober hatte eine Herstellerabgabe auf stark zuckerhaltige Getränke gefordert. Seither haben sich die zuständigen Landesminister für Gesundheit und Verbraucherschutz öffentlich hinter das Vorhaben gestellt.
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ist einer der prominentesten Fürsprecher der Steuer. Er betont, dass eine Reduzierung des Zuckerkonsums entscheidend sei, um langfristig die Gesundheitskosten zu senken und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu verbessern. Die Landesregierung strebt an, die Initiative im ersten Quartal der neuen Legislaturperiode offiziell in den Bundesrat einzubringen.
Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde die Steuer Hersteller zuckerhaltiger Getränke in ganz Deutschland betreffen. Der Vorstoß Schleswig-Holsteins folgt wachsenden Sorgen über ernährungsbedingte Erkrankungen und deren wirtschaftliche Auswirkungen. Der Bundesrat wird das Vorhaben nun im Rahmen der anstehenden Gesetzgebungsagenda prüfen.