18 March 2026, 04:05

Schleswig-Holstein setzt mit "Digitalstrategie 2026" auf flächendeckende Vernetzung und Inklusion

Blauer Hintergrund mit zentrierter weißer Schrift, die besagt: "Präsident Biden setzt sich dafür ein, bis 2030 jeden Amerikaner mit erschwinglichem High-Speed-Internet zu verbinden."

Land schließt niemanden bei Digitalstrategie aus - Schleswig-Holstein setzt mit "Digitalstrategie 2026" auf flächendeckende Vernetzung und Inklusion

Schleswig-Holstein startet "Digitalstrategie 2026" – Plan für flächendeckende Digitalisierung des Landes

Schleswig-Holstein hat seine Digitalstrategie 2026 auf den Weg gebracht, einen umfassenden Plan, um die Digitalisierung im gesamten Land voranzutreiben. Die schwarz-grüne Landesregierung will öffentliche Dienstleistungen beschleunigen, sicherstellen, dass niemand abgehängt wird, und die regionale Digitalwirtschaft stärken. Abgeordnete verschiedener Parteien haben sich zu den Zielen und möglichen Herausforderungen der Strategie geäußert.

Schon vor diesem neuen Vorhaben galt Schleswig-Holstein als Vorreiter in Sachen digitaler Infrastruktur in Deutschland. Mit 84 Prozent der Hausadressen, die an Glasfaser angebunden werden können, lag der Norden weit über dem Bundesschnitt von 40 Prozent – mehr als das Doppelte. Das Land überflügelte damit Hamburg (77 Prozent) und Niedersachsen (63 Prozent), wobei bereits 55 Prozent der Haushalte Glasfaseranschlüsse nutzen. Fast alle öffentlichen Schulen (952 von 954) waren über landesfinanzierte Glasfasernetze vernetzt.

Kern der neuen Strategie ist die Vernetzung aller Beteiligten, um Insellösungen zu vermeiden. Der SPD-Abgeordnete Kianusch Stender warnte davor, Digitalisierung als reine Top-down-Anordnung zu verstehen. Stattdessen setzt der Plan auf Vereinfachung im Umgang mit Behörden: Nach dem "Once-Only"-Prinzip sollen Bürgerinnen und Bürger Daten künftig nur noch einmalig einreichen müssen.

Ein eigenes Datennetz soll den nahtlosen Austausch von Informationen zwischen Behörden ermöglichen. Die CDU-Politikerin Uta Wentzel betonte, wie die Strategie die lokale Digitalwirtschaft und zukunftsweisende Technologien fördern könne. Sebastian Bonau von den Grünen ergänzte, dass digitale Souveränität auf kommunaler Ebene entscheidend sei.

Doch es gibt auch Bedenken. Der FDP-Abgeordnete Bernd Buchholz fragte, ob Bürger ohne digitalen Zugang oder entsprechende Kenntnisse nicht benachteiligt werden könnten. Die Landesregierung versichert, dass die Strategie Inklusion großschreibt und sicherstellt, dass alle am digitalen Wandel teilhaben können.

Die Digitalstrategie 2026 setzt klare Ziele für die digitale Zukunft Schleswig-Holsteins. Sie baut auf den bestehenden Stärken beim Glasfaserausbau auf, adressiert aber auch Lücken bei Zugänglichkeit und Kompetenzen. Der Erfolg des Plans wird davon abhängen, Innovation mit sozialer Teilhabe für alle Einwohner in Einklang zu bringen.

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